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Fortbildung zum Ausbilder an der IHK Offenbach

28. Nov 2016 | Ausbildung + Karriere

Für zwei Wochen durfte ich, als bereits ausgelernter Mediengestalter erneut die Schulbank zum Ausbilder drücken. Um unserem Nachwuchs eine gute Ausbildung zu bieten, hatte ich mich dazu entschieden, die Eignungsprüfung zum Ausbilder bei der IHK Offenbach abzulegen. Und das geht nun mal nicht, ohne einen entsprechenden Vorbereitungskurs.

Back to school

Ähnlich wie in der Berufsschule war der Kurs nach sogenannten Handlungsfeldern aufgeteilt. Der Fokus des gesamten Kurses lag auf Handlungsfeld 3 („Ausbildung durchführen“), dem Handlungsfeld mit dem größten Praxisbezug. Außerdem wurde mir u.a. beigebracht, wie ein Lernprozess abläuft, welche Lehrmethoden für bestimmte Inhalte am besten geeignet sind und wie man die Ausbildung am optimalsten gestaltet.

Doch auch die Theorie kam nicht zu kurz in den zwei Wochen. Denn in den verbleibenden Handlungsfeldern 1, 2 und 4 lernte ich die rechtlichen Grundlagen einer Ausbildung kennen und durfte mich mit Gesetzen, Paragraphen und Klauseln auseinandersetzen. Glücklicherweise waren die beiden Dozentinnen des Kurses, Frau Pohl und Frau Pitz, sehr motivierend. Ferner konnten sie die vielen Gesetzestexte verständlich vermitteln.

Je mehr der Kurs fortschritt, desto größer wurde auch die Nervosität unter den Kursteilnehmern, denn am Ende stand ja die eigentliche Ausbildereignungsprüfung an, die sich in zwei Teile untergliederte. Der schriftliche Teil, der am 6.Dezember 2016 stattfand, bestand aus 70 Multiple-Choice fragen über die erlernten Themengebiete. Hierfür hatte man 3 Stunden Zeit. Eine Woche später stand der praktische Teil der Prüfung an, der entweder aus einer Präsentation einer Lehrmethode oder einer praktischen Unterweisung bestehen konnte. Der Großteil unseres Kurses hatte sich für die Unterweisung entschieden. Deswegen hatten wir uns bereits vor der Prüfung in Pärchen aufgeteilt, um gegenseitig „Ausbilder und Azubi“ zu spielen.

Showtime!

Meine Partnerin und ich waren am zweiten Prüfungstag an der Reihe. Sie als gelernte Bauzeichnerin, zeigte mir in ihrer Unterweisung, wie man jeden noch so großen Bauplan auf DIN A4 falten kann, um ihn mit auf die Baustellen zu nehmen. Ein Vorgang, den ich nicht so schnell vergessen werde.

In meiner Unterweisung erarbeitete ich mit ihr zusammen die Begriffe „Corporate Design“ und „Corporate Identity“ und ließ sie die wichtigsten Bestandteile eines Corporate Designs ermitteln. Nach der Unterweisung, führte der Prüfungsausschuss ein Fachgespräch mit mir, um meine eben vorgeführte Unterweisung nochmal zu reflektieren. Hierbei wurden mir Fragen zu meiner gewählten Lehrmethode, Inhalte der Unterweisung und Motivation des Auszubildenden gestellt, die ich meiner Ansicht nach passabel beantwortete. Nach einer kurzen Pause wurde ich wieder in den Raum gebeten, um meine Beurteilung zu bekommen. Das erste Wort, was in meinem Kopf hängen blieb, war „Bestanden“. Es zeigte sich, dass das Fachgespräch gar nicht so schlecht lief, wie ich zuerst vermutet hatte. Im Gegenteil: es lief sogar sehr gut.

Für mich ein gelungener Abschluss des Jahres.

Und los geht’s!

Im Februar war es dann soweit: ich konnte alles, was ich in dem Ausbilderkurs gelernt hatte „am lebenden Objekt“ anwenden. Laura, eine unserer BA-Studentinnen bei Herth+Buss wurde für zwei Monate in der Marketingabteilung eingesetzt. Nach einer kurzen Einführung in die Abteilung und der Beantwortung der Fragen „Was genau macht das Marketingteam?“ und „Was ist ein Corporate Design?“, versorgte ich sie mit ein paar Kreativaufgaben in den gängigen Mediengestaltungsprogrammen. Am Ende ihrer Phase in der Marketingabteilung werden wir beide dann ein Entwicklungsgespräch führen. Ich kann Laura bei dieser Gelegenheit bewerten und gleichzeitig kann sie auch mich als Ausbilder bewerten.

Fortbildung zum Ausbilder an der IHK Offenbach

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Fortbildung zum Ausbilder an der IHK Offenbach

28. November 2016

Für zwei Wochen durfte ich, als bereits ausgelernter Mediengestalter erneut die Schulbank zum Ausbilder drücken. Um unserem Nachwuchs eine gute Ausbildung zu bieten, hatte ich mich dazu entschieden, die Eignungsprüfung zum Ausbilder bei der IHK Offenbach abzulegen. Und das geht nun mal nicht, ohne einen entsprechenden Vorbereitungskurs.

Back to school

Ähnlich wie in der Berufsschule war der Kurs nach sogenannten Handlungsfeldern aufgeteilt. Der Fokus des gesamten Kurses lag auf Handlungsfeld 3 („Ausbildung durchführen“), dem Handlungsfeld mit dem größten Praxisbezug. Außerdem wurde mir u.a. beigebracht, wie ein Lernprozess abläuft, welche Lehrmethoden für bestimmte Inhalte am besten geeignet sind und wie man die Ausbildung am optimalsten gestaltet.

Doch auch die Theorie kam nicht zu kurz in den zwei Wochen. Denn in den verbleibenden Handlungsfeldern 1, 2 und 4 lernte ich die rechtlichen Grundlagen einer Ausbildung kennen und durfte mich mit Gesetzen, Paragraphen und Klauseln auseinandersetzen. Glücklicherweise waren die beiden Dozentinnen des Kurses, Frau Pohl und Frau Pitz, sehr motivierend. Ferner konnten sie die vielen Gesetzestexte verständlich vermitteln.

Je mehr der Kurs fortschritt, desto größer wurde auch die Nervosität unter den Kursteilnehmern, denn am Ende stand ja die eigentliche Ausbildereignungsprüfung an, die sich in zwei Teile untergliederte. Der schriftliche Teil, der am 6.Dezember 2016 stattfand, bestand aus 70 Multiple-Choice fragen über die erlernten Themengebiete. Hierfür hatte man 3 Stunden Zeit. Eine Woche später stand der praktische Teil der Prüfung an, der entweder aus einer Präsentation einer Lehrmethode oder einer praktischen Unterweisung bestehen konnte. Der Großteil unseres Kurses hatte sich für die Unterweisung entschieden. Deswegen hatten wir uns bereits vor der Prüfung in Pärchen aufgeteilt, um gegenseitig „Ausbilder und Azubi“ zu spielen.

Showtime!

Meine Partnerin und ich waren am zweiten Prüfungstag an der Reihe. Sie als gelernte Bauzeichnerin, zeigte mir in ihrer Unterweisung, wie man jeden noch so großen Bauplan auf DIN A4 falten kann, um ihn mit auf die Baustellen zu nehmen. Ein Vorgang, den ich nicht so schnell vergessen werde.

In meiner Unterweisung erarbeitete ich mit ihr zusammen die Begriffe „Corporate Design“ und „Corporate Identity“ und ließ sie die wichtigsten Bestandteile eines Corporate Designs ermitteln. Nach der Unterweisung, führte der Prüfungsausschuss ein Fachgespräch mit mir, um meine eben vorgeführte Unterweisung nochmal zu reflektieren. Hierbei wurden mir Fragen zu meiner gewählten Lehrmethode, Inhalte der Unterweisung und Motivation des Auszubildenden gestellt, die ich meiner Ansicht nach passabel beantwortete. Nach einer kurzen Pause wurde ich wieder in den Raum gebeten, um meine Beurteilung zu bekommen. Das erste Wort, was in meinem Kopf hängen blieb, war „Bestanden“. Es zeigte sich, dass das Fachgespräch gar nicht so schlecht lief, wie ich zuerst vermutet hatte. Im Gegenteil: es lief sogar sehr gut.

Für mich ein gelungener Abschluss des Jahres.

Und los geht’s!

Im Februar war es dann soweit: ich konnte alles, was ich in dem Ausbilderkurs gelernt hatte „am lebenden Objekt“ anwenden. Laura, eine unserer BA-Studentinnen bei Herth+Buss wurde für zwei Monate in der Marketingabteilung eingesetzt. Nach einer kurzen Einführung in die Abteilung und der Beantwortung der Fragen „Was genau macht das Marketingteam?“ und „Was ist ein Corporate Design?“, versorgte ich sie mit ein paar Kreativaufgaben in den gängigen Mediengestaltungsprogrammen. Am Ende ihrer Phase in der Marketingabteilung werden wir beide dann ein Entwicklungsgespräch führen. Ich kann Laura bei dieser Gelegenheit bewerten und gleichzeitig kann sie auch mich als Ausbilder bewerten.

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Alexander Martz

Hi, ich bin Alex. Seit meiner Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien hier bei Herth+Buss, die ich im Juni 2015 erfolgreich abgeschlossen habe, bin i ...

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