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Hochseilgarten Lagerhalle – Schulung für den Ernstfall

24. Oktober 2018 | Ausbildung + Karriere

Eine zweitägige Schulung für einen Stapler? Richtig! Immerhin kann mit den neuen Hochregalstaplern bis zu einer Höhe von 14 Metern kommissioniert werden. Um für den Ernstfall eines Defekts zu üben, fand eine besondere Schulung in der letzten Woche bei uns im Hause statt. Seit einiger Zeit steht unsere neue Lagerhalle, die mit einer Höhe von 16,5 Metern nicht gerade klein ist. Da Sicherheit an erster Stelle steht, hieß es für mich und drei weitere Kollegen erstmal: „ab zur Staplerschulung“ und lernen, wie man einen modernen Hochregalstapler bedient und sich im Ernstfall richtig verhält.

Gesundheitscheck beim B.A.D

Der Startschuss zur Eignungsprüfung fiel am 11.10.2018 – Die gesundheitliche Eignungsprüfung beim B.A.D (Berufsgenossenschaftlicher Arbeitsmedizinischer und Sicherheitstechnischer Dienst) stand an. Meine Kollegen und ich starteten von Heusenstamm aus in Richtung Seligenstadt, wo der Test stattfinden sollte. Getestet wurde vor allem die Tauglichkeit, also ob man schwindelfrei ist. Aber auch Seh- und Hörtests sowie ein EKG sind unter anderem Teil des Gesundheitschecks.

Nachdem meine Kollegen und ich den Test mit Bravur bestanden hatten, ging es zurück in die Vorbereitung für Teil 2 der Eignungsprüfung.

Zurück auf die Schulbank – Die Theorie des Staplerfahrens

Nachdem man mir mitgeteilt hatte, dass ich den Gesundheitscheck bestanden hatte, ging es weiter mit dem theoretischen Test. Die Firma Suffel stellte uns einen Schulungsleiter, der uns dabei half, die Theorie zu verinnerlichen und uns zeigte, wie wir im Ernstfall mit dem Rettungsgeschirr umzugehen haben.

Es ging am Morgen erst mit dem theoretischen Teil los. Einige Vorschriften, wie zum Bespiel: „Den Stapler nur mit abgesenkter Gabel abstellen“ oder „Den Stapler nicht vor Notausgängen oder Feuerwehrzufahrten abstellen“, waren bereits bekannt, einiges war jedoch neu. Zum Beispiel kann es im Falle des Abseilens zu einem Hängetrauma kommen. Wenn sich erste Anzeichen bemerkbar machen, muss sofort ein Notarzt gerufen werden.

Natürlich haben wir auch diese Prüfung problemlos bestanden.

Abseilen wie Spiderman

Nach dem theoretischen Teil, sollte nun der praktische Teil folgen. Es war spürbar, dass die Nervosität langsam anstieg. Außer bei mir natürlich. Ich war die Ruhe selbst. Ok, Spaß beiseite! Ich war mindestens genau so aufgeregt wie alle anderen auch, freute mich aber sehr auf diese „Mutprobe“.

Als es ans Anlegen und den richtigen Umgang mit dem Rettungsgeschirr ging, wurde mir zugegeben etwas mulmig. Doch als erster wollte ich natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Ich zog den Gurt fest und übte erst einmal aus dem Stand, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Abseiltechnik überhaupt funktioniert. Nach ein paar Mal üben, ging es für mich eine Etage höher.

Ich kann an dieser Stelle klar sagen, dass drei Meter von oben sehr viel höher aussehen als von unten! Auf „Sicherheitshöhe“ angekommen, wurde mir etwas komisch. Dabei ging es gar nicht so sehr um die Höhe selbst, sondern viel mehr um das Abgeben der Kontrolle. Ich musste schon einiges an Vertrauen aufbringen, um aus der Kabine zu klettern und mich rückwärts und kopfüber in den Gurt fallen zu lassen. Ich hatte nur ein bisschen die Hosen voll, aber ich musste ja meinen Mann stehen, um endlich wieder Boden unter den Füßen zu haben. Außerdem wollte ich mich schon immer mal wie Spiderman fühlen.

Mit Highspeed durch den Schmalgang

Nach dem Training mussten wir noch lernen, wie sich die Logistik-Giganten so fahren. Ich muss zugeben: Es ist erstmal unspektakulär, denn der Schmalgang-Stapler und der Hoch-Hub-Kommissionierer fahren automatisch geradeaus. So arbeitet man deutlich effizienter.

Jeder durfte den Schmalgangstapler bedienen und nach oben fahren. Ich muss sagen, es war eine tolle Erfahrung mal bis auf 14 Meter Höhe zu fahren. Von oben sieht alles ziemlich klein aus und man ist ganz für sich.

Dann war der Kommissionierer dran, mit dem wir auch mal die Induktionsschleife verlassen durften. Für alle Logistik-Neulinge: Die Induktionsschleife führt den Stapler automatisch durch die Gänge. Also quasi autonomes Staplerfahren.

Mein Fazit der Schulung

Es hat mir wirklich Spaß gemacht herauszufinden, ob meine Werte (Gesundheit) gut genug sind, um die Stapler führen zu dürfen und ob ich auch den praktischen Teil meistern kann. Mein persönliches Highlight war ganz klar das Lager aus 14 m Höhe zu sehen.

Aber ganz ehrlich: Unsere Logistik verändert sich ständig, um noch besser, schneller und effizienter zu werden. Mich hat hier noch keine Aufgabe stoppen können und ich freue mich auf jede Herausforderung.

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Hochseilgarten Lagerhalle – Schulung für den Ernstfall

24. Oktober 2018 | Ausbildung + Karriere

Eine zweitägige Schulung für einen Stapler? Richtig! Immerhin kann mit den neuen Hochregalstaplern bis zu einer Höhe von 14 Metern kommissioniert werden. Um für den Ernstfall eines Defekts zu üben, fand eine besondere Schulung in der letzten Woche bei uns im Hause statt. Seit einiger Zeit steht unsere neue Lagerhalle, die mit einer Höhe von 16,5 Metern nicht gerade klein ist. Da Sicherheit an erster Stelle steht, hieß es für mich und drei weitere Kollegen erstmal: „ab zur Staplerschulung“ und lernen, wie man einen modernen Hochregalstapler bedient und sich im Ernstfall richtig verhält.

Gesundheitscheck beim B.A.D

Der Startschuss zur Eignungsprüfung fiel am 11.10.2018 – Die gesundheitliche Eignungsprüfung beim B.A.D (Berufsgenossenschaftlicher Arbeitsmedizinischer und Sicherheitstechnischer Dienst) stand an. Meine Kollegen und ich starteten von Heusenstamm aus in Richtung Seligenstadt, wo der Test stattfinden sollte. Getestet wurde vor allem die Tauglichkeit, also ob man schwindelfrei ist. Aber auch Seh- und Hörtests sowie ein EKG sind unter anderem Teil des Gesundheitschecks.

Nachdem meine Kollegen und ich den Test mit Bravur bestanden hatten, ging es zurück in die Vorbereitung für Teil 2 der Eignungsprüfung.

Zurück auf die Schulbank – Die Theorie des Staplerfahrens

Nachdem man mir mitgeteilt hatte, dass ich den Gesundheitscheck bestanden hatte, ging es weiter mit dem theoretischen Test. Die Firma Suffel stellte uns einen Schulungsleiter, der uns dabei half, die Theorie zu verinnerlichen und uns zeigte, wie wir im Ernstfall mit dem Rettungsgeschirr umzugehen haben.

Es ging am Morgen erst mit dem theoretischen Teil los. Einige Vorschriften, wie zum Bespiel: „Den Stapler nur mit abgesenkter Gabel abstellen“ oder „Den Stapler nicht vor Notausgängen oder Feuerwehrzufahrten abstellen“, waren bereits bekannt, einiges war jedoch neu. Zum Beispiel kann es im Falle des Abseilens zu einem Hängetrauma kommen. Wenn sich erste Anzeichen bemerkbar machen, muss sofort ein Notarzt gerufen werden.

Natürlich haben wir auch diese Prüfung problemlos bestanden.

Abseilen wie Spiderman

Nach dem theoretischen Teil, sollte nun der praktische Teil folgen. Es war spürbar, dass die Nervosität langsam anstieg. Außer bei mir natürlich. Ich war die Ruhe selbst. Ok, Spaß beiseite! Ich war mindestens genau so aufgeregt wie alle anderen auch, freute mich aber sehr auf diese „Mutprobe“.

Als es ans Anlegen und den richtigen Umgang mit dem Rettungsgeschirr ging, wurde mir zugegeben etwas mulmig. Doch als erster wollte ich natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Ich zog den Gurt fest und übte erst einmal aus dem Stand, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Abseiltechnik überhaupt funktioniert. Nach ein paar Mal üben, ging es für mich eine Etage höher.

Ich kann an dieser Stelle klar sagen, dass drei Meter von oben sehr viel höher aussehen als von unten! Auf „Sicherheitshöhe“ angekommen, wurde mir etwas komisch. Dabei ging es gar nicht so sehr um die Höhe selbst, sondern viel mehr um das Abgeben der Kontrolle. Ich musste schon einiges an Vertrauen aufbringen, um aus der Kabine zu klettern und mich rückwärts und kopfüber in den Gurt fallen zu lassen. Ich hatte nur ein bisschen die Hosen voll, aber ich musste ja meinen Mann stehen, um endlich wieder Boden unter den Füßen zu haben. Außerdem wollte ich mich schon immer mal wie Spiderman fühlen.

Mit Highspeed durch den Schmalgang

Nach dem Training mussten wir noch lernen, wie sich die Logistik-Giganten so fahren. Ich muss zugeben: Es ist erstmal unspektakulär, denn der Schmalgang-Stapler und der Hoch-Hub-Kommissionierer fahren automatisch geradeaus. So arbeitet man deutlich effizienter.

Jeder durfte den Schmalgangstapler bedienen und nach oben fahren. Ich muss sagen, es war eine tolle Erfahrung mal bis auf 14 Meter Höhe zu fahren. Von oben sieht alles ziemlich klein aus und man ist ganz für sich.

Dann war der Kommissionierer dran, mit dem wir auch mal die Induktionsschleife verlassen durften. Für alle Logistik-Neulinge: Die Induktionsschleife führt den Stapler automatisch durch die Gänge. Also quasi autonomes Staplerfahren.

Mein Fazit der Schulung

Es hat mir wirklich Spaß gemacht herauszufinden, ob meine Werte (Gesundheit) gut genug sind, um die Stapler führen zu dürfen und ob ich auch den praktischen Teil meistern kann. Mein persönliches Highlight war ganz klar das Lager aus 14 m Höhe zu sehen.

Aber ganz ehrlich: Unsere Logistik verändert sich ständig, um noch besser, schneller und effizienter zu werden. Mich hat hier noch keine Aufgabe stoppen können und ich freue mich auf jede Herausforderung.

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Alexander Fus

Servus, ich bin Alex und seit 2012 bei Herth+Buss als Lagerist und stellvertretender Teamleiter im W ...

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