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24 Jahre bei Herth+Buss – Ein Rückblick

11. Juli 2017 | Menschen + Unternehmen

Am 1. April 1993 begann ich meine Tätigkeit bei der Firma Herth+Buss. Der Vertriebsleiter empfing mich und einen weiteren neuen Außendienst Kollegen sehr freundlich. Nachdem uns die Firma vorgestellt wurde, fragte mein neuer Kollege, ob er hier im Büro rauchen dürfte. Das wurde ihm gestattet. Was mich allerdings etwas verwirrte, war dass man so etwas nach 15 Minuten fragt. Mittlerweile ist das Rauchen im gesamten Unternehmen verboten. Das finde ich sehr gut.

Wir wurden in verschiedenen Verkaufsabteilungen untergebracht. Mir wurden die aktuellen Kataloge vorgelegt, damit ich diese studieren konnte, um das Herth+Buss-Programm kennenzulernen. „Autoelektrik“ war zu diesem Zeitpunkt noch das umsatzstärkste Programm. „Nipparts“ kam so langsam in Fahrt. Nach zwei Tagen in denen ich von den Kollegen viel erfahren habe, kam ich in das Lager damit ich einen Auftrag richten konnte. Der Auftrag war für ein großes Unternehmen aus dem süddeutschen Raum. Mir wurde mitgeteilt, dass auch bei den kleineren Kunden, wie bei den großen Kunden, sehr sorgfältig gearbeitet wird. Nach der Einführungswoche wurde ich zwei „alten“ Kollegen im Außendienst zugeordnet, um mir die Arbeitsweise im Herth+Buss Außendienst anzusehen.

Die Flotte der Gebietsmanager von Herth+Buss

Die Flotte der Gebietsmanager von Herth+Buss

Arbeiten im Außendienst von Herth+Buss

Der erste Kollege war in Bayern, hier konnte ich einige sehr menschliche, interessante Erfahrungen machen. Der zweite Kollege war im Ruhrgebiet unterwegs und war ein richtiger Allrounder. Hier die Ware abholen und zum nächsten Kunden bringen, da Herth+Buss zu dieser Zeit nicht liefern konnte. Aufträge schrieb ich zur Not auch auf die Handinnenseite, falls kein Auftragsblock zur Hand war.

Danach wurde ich meinem Vorgänger zugeteilt, der in den Ruhestand ging. Dieser Kollege, der schon sehr lange im Unternehmen war, hat mir seine Kunden übergeben. Er machte seine Aufgabe sehr gut. Dies war mir sehr wichtig, da ich hier den ersten Kontakt zu meinen neuen Kunden erhielt. Wir haben uns unsere Verkaufsunterlagen aus den Papierkatalogen so zurechtgestellt, dass wir mit einem großen Ordner zum Kunden gingen und unsere Produkte angeboten haben. Hier, bei meinen Kunden, habe ich viele Produkt-Kenntnisse erhalten.

Viele Jahre – viele Veränderungen!

Heute stellen wir viele Produkte in einem elektronischen Katalog zur Verfügung, woran sich der ein oder andere Kunde erst noch gewöhnen muss. Wichtig war zu dieser Zeit das wir bei unseren Kunden, den Werkstätten, Autoelektrikern, Jobbern, Fahrzeugbauern und Großverteilern Aufträge schrieben. Diese musste ich dann abends in einen Briefumschlag stecken und nach Heusenstamm schicken. Später kam das Fax. Damit kamen die Aufträge schneller nach Heusenstamm, damit unsere Kunden auch ihre Ware schneller erhielten.

Bei den Produkten wurde genauer hingeschaut, sodass nach und nach verschiedene Produkte aus dem Sortiment fielen. Angefangen hat das mit Ersatzteilen für Anlasser und Lichtmaschinen. Später kam auch die Pkw-Beleuchtung hinzu. Neue Produkte wurden aufgenommen. So passten wir Programme auf die aktuellen Bedürfnisse an. Das heutige Sortiment Jakoparts wurde so ausgebaut, dass beide Sortimente (Elparts/Jakoparts) heute gleich stark sind.

Ende des Jahres 1997 wurde ich von meinem Kollegen aus dem Innendienst darüber informiert, dass wir ab sofort nur noch die Großverteiler beliefern wollten. Diese Entscheidung war zu diesem Zeitpunkt recht ungewöhnlich, aber im Nachhinein genau die Richtige.

    Der technische Fortschritt kommt!

    Nach einigen Jahren wurde das elektronische VIS „Vertriebs-Informationssystem“ eingeführt. Das Ganze beruhte auf der Basis von Laptops. Das war ein echtes Highlight. Aber Herth+Buss war immer schon sehr innovativ. Dieses System wurde fortgesetzt und bis heute auf SAP Basis sehr gut ausgebaut.

    Wenn es früher wichtig war Aufträge zu schreiben, hat sich unsere Arbeitsweise heute deutlich geändert. Der Onlineanteil an meinem Umsatz beträgt fast 90 Prozent. Informationen über neue Produkte, Angebote erstellen, Lagerbereinigungen durchführen. Unseren Premiumkunden und Stützpunkthändlern Schulungen und Mitreisen zu vermitteln, sowie Marktinfos und Kundeninfos zu sammeln, das Beziehungsmanagement auszubauen und die richtigen Ansprechpartner zu erreichen. Das alles ist uns heute wichtig.

    Auch die Kundenlandschaft hat sich deutlich verändert. Viele Zusammenschlüsse/Übernahmen haben stattgefunden. Viele Kunden wechseln zu Verbänden. Reine Bosch Großhändler und Werksvertreter gibt es nicht mehr. Zudem entstehen neue Kooperationen, wie z. B. Globale One, AAG/AAS.

    Heute gehe ich in den Ruhestand und übergebe meine Kunden an meinen Nachfolger. Ich wünsche ihm und der Firma Herth+Buss viel Erfolg und weiterhin viel Weitsicht.

    Herth+Buss ist ein tolles Unternehmen für das es sich lohnt zu arbeiten, es hat mir viel gegeben.

    Meine Verabschiedung von Herth+Buss

    Meine Verabschiedung – Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge!

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    24 Jahre bei Herth+Buss – Ein Rückblick

    11. Juli 2017 | Menschen + Unternehmen

    Am 1. April 1993 begann ich meine Tätigkeit bei der Firma Herth+Buss. Der Vertriebsleiter empfing mich und einen weiteren neuen Außendienst Kollegen sehr freundlich. Nachdem uns die Firma vorgestellt wurde, fragte mein neuer Kollege, ob er hier im Büro rauchen dürfte. Das wurde ihm gestattet. Was mich allerdings etwas verwirrte, war dass man so etwas nach 15 Minuten fragt. Mittlerweile ist das Rauchen im gesamten Unternehmen verboten. Das finde ich sehr gut.

    Wir wurden in verschiedenen Verkaufsabteilungen untergebracht. Mir wurden die aktuellen Kataloge vorgelegt, damit ich diese studieren konnte, um das Herth+Buss-Programm kennenzulernen. „Autoelektrik“ war zu diesem Zeitpunkt noch das umsatzstärkste Programm. „Nipparts“ kam so langsam in Fahrt. Nach zwei Tagen in denen ich von den Kollegen viel erfahren habe, kam ich in das Lager damit ich einen Auftrag richten konnte. Der Auftrag war für ein großes Unternehmen aus dem süddeutschen Raum. Mir wurde mitgeteilt, dass auch bei den kleineren Kunden, wie bei den großen Kunden, sehr sorgfältig gearbeitet wird. Nach der Einführungswoche wurde ich zwei „alten“ Kollegen im Außendienst zugeordnet, um mir die Arbeitsweise im Herth+Buss Außendienst anzusehen.

    Die Flotte der Gebietsmanager von Herth+Buss

    Die Flotte der Gebietsmanager von Herth+Buss

    Arbeiten im Außendienst von Herth+Buss

    Der erste Kollege war in Bayern, hier konnte ich einige sehr menschliche, interessante Erfahrungen machen. Der zweite Kollege war im Ruhrgebiet unterwegs und war ein richtiger Allrounder. Hier die Ware abholen und zum nächsten Kunden bringen, da Herth+Buss zu dieser Zeit nicht liefern konnte. Aufträge schrieb ich zur Not auch auf die Handinnenseite, falls kein Auftragsblock zur Hand war.

    Danach wurde ich meinem Vorgänger zugeteilt, der in den Ruhestand ging. Dieser Kollege, der schon sehr lange im Unternehmen war, hat mir seine Kunden übergeben. Er machte seine Aufgabe sehr gut. Dies war mir sehr wichtig, da ich hier den ersten Kontakt zu meinen neuen Kunden erhielt. Wir haben uns unsere Verkaufsunterlagen aus den Papierkatalogen so zurechtgestellt, dass wir mit einem großen Ordner zum Kunden gingen und unsere Produkte angeboten haben. Hier, bei meinen Kunden, habe ich viele Produkt-Kenntnisse erhalten.

    Viele Jahre – viele Veränderungen!

    Heute stellen wir viele Produkte in einem elektronischen Katalog zur Verfügung, woran sich der ein oder andere Kunde erst noch gewöhnen muss. Wichtig war zu dieser Zeit das wir bei unseren Kunden, den Werkstätten, Autoelektrikern, Jobbern, Fahrzeugbauern und Großverteilern Aufträge schrieben. Diese musste ich dann abends in einen Briefumschlag stecken und nach Heusenstamm schicken. Später kam das Fax. Damit kamen die Aufträge schneller nach Heusenstamm, damit unsere Kunden auch ihre Ware schneller erhielten.

    Bei den Produkten wurde genauer hingeschaut, sodass nach und nach verschiedene Produkte aus dem Sortiment fielen. Angefangen hat das mit Ersatzteilen für Anlasser und Lichtmaschinen. Später kam auch die Pkw-Beleuchtung hinzu. Neue Produkte wurden aufgenommen. So passten wir Programme auf die aktuellen Bedürfnisse an. Das heutige Sortiment Jakoparts wurde so ausgebaut, dass beide Sortimente (Elparts/Jakoparts) heute gleich stark sind.

    Ende des Jahres 1997 wurde ich von meinem Kollegen aus dem Innendienst darüber informiert, dass wir ab sofort nur noch die Großverteiler beliefern wollten. Diese Entscheidung war zu diesem Zeitpunkt recht ungewöhnlich, aber im Nachhinein genau die Richtige.

      Der technische Fortschritt kommt!

      Nach einigen Jahren wurde das elektronische VIS „Vertriebs-Informationssystem“ eingeführt. Das Ganze beruhte auf der Basis von Laptops. Das war ein echtes Highlight. Aber Herth+Buss war immer schon sehr innovativ. Dieses System wurde fortgesetzt und bis heute auf SAP Basis sehr gut ausgebaut.

      Wenn es früher wichtig war Aufträge zu schreiben, hat sich unsere Arbeitsweise heute deutlich geändert. Der Onlineanteil an meinem Umsatz beträgt fast 90 Prozent. Informationen über neue Produkte, Angebote erstellen, Lagerbereinigungen durchführen. Unseren Premiumkunden und Stützpunkthändlern Schulungen und Mitreisen zu vermitteln, sowie Marktinfos und Kundeninfos zu sammeln, das Beziehungsmanagement auszubauen und die richtigen Ansprechpartner zu erreichen. Das alles ist uns heute wichtig.

      Auch die Kundenlandschaft hat sich deutlich verändert. Viele Zusammenschlüsse/Übernahmen haben stattgefunden. Viele Kunden wechseln zu Verbänden. Reine Bosch Großhändler und Werksvertreter gibt es nicht mehr. Zudem entstehen neue Kooperationen, wie z. B. Globale One, AAG/AAS.

      Heute gehe ich in den Ruhestand und übergebe meine Kunden an meinen Nachfolger. Ich wünsche ihm und der Firma Herth+Buss viel Erfolg und weiterhin viel Weitsicht.

      Herth+Buss ist ein tolles Unternehmen für das es sich lohnt zu arbeiten, es hat mir viel gegeben.

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      Uwe Willrich

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