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Ausflug in die Vergangenheit – 25 Jahre bei Herth+Buss

9. April 2018 | Menschen + Unternehmen

Zugegebenermaßen sind 25 Jahre Herth+Buss wie eine kleine Zeitreise in eine andere Welt. Im Vergleich zu heute, im Zeitalter der Digitalisierung, gab es in der Vergangenheit von Herth+Buss enorme Unterschiede. Ich habe am 01.03.1993 bei Herth+Buss im Produktmanagement Nipparts, heute Jakoparts, begonnen. Damals waren wir noch mit einem Vertrag der Nipparts Autoteile Handelsgesellschaft angestellt. Zwei Jahre später im Jahr 1995 wurden dann aber alle Nipparts Mitarbeiter mit Herth+Buss Verträgen ausgestattet.

Vom Handelskonzern wechselte ich in ein Familienunternehmen, welches sich noch im Dornröschenschlaf befand. Starre Arbeitszeiten, um 15 Uhr am Freitag wurden die Pforten geschlossen, fast keine Frauen außer in der Buchhaltung, kaum Kundenorientierung – eben eine reine Männerwelt. Ich durfte das erste Mal in meinem Leben mit einem Computer arbeiten, jedoch ohne die Programmvielfalt von heute. Der Computer diente quasi nur zur Datenerfassung, viel mehr war damals nicht möglich…

Mein erstes Jahr verbrachte ich, wie schon erwähnt, im Produktmanagement Nipparts. Bei Abbildungskatalogen von damals, zum Beispiel dem Bremsklotz-Katalog, haben wir die Teile 1 zu 1 per Hand abgepaust – daraus entstand dann schlussendlich ein Katalog. Auch die Journale, d.h. die ganzen Produktausarbeitungen zu den OE-Herstellern und den Lieferanten, mussten wir in der Vergangenheit noch auf Papier ausarbeiten und festhalten. Ähnlich wie bei den Preislisten, die in mühsamer Kleinarbeit händisch kalkuliert wurden. Heute ist das durch die Digitalisierung überhaupt nicht mehr vorstellbar. Der Zeitaufwand damals war einfach immens.

Vergangenheit, 25 Jahre, Herthundbuss, Herth+Buss, Jubiläum, Zeitreise, Nippparts, Jakoparts, Eilparts, Messe, Unterschiede, Vertrieb, Vertriebsunterstützung, VU, Produktmanagement

Was heutzutage unvorstellbar ist, hat damals voll und ganz seinen Zweck erfüllt.

Nach einem Jahr Produktmanagement Nipparts wechselte ich dann in den Vertrieb. Auch ein für die damalige Zeit schwieriges Unterfangen! In der Männerdomäne der Autoteilebranche war man 1994 als Frau am Telefon entweder die Sekretärin oder die Empfangsdame, aber nicht der kompetente Ansprechpartner für unsere Kunden. Ein Mann wollte nur von einem Mann beraten werden!

O-Ton Einkaufleiter: „Normalerweise spreche ich nur mit Männern!“

Durch solch eine Aussage floss auch schon mal das ein oder andere Tränchen bei uns Frauen. Nichts desto trotz dachte ich mir, gut Ding will Weile haben und schon bald hatte ich einen kleinen Kundenstamm, den ich betreute und denen ich die Angst vor den „Frauen“ nehmen konnte. Sukzessive kamen auch immer mehr Frauen ins Unternehmen und die anfängliche Skepsis der vorwiegend männlichen Kundschaft wich zu Gunsten der Frauen und der damit verbundenen Kompetenz. Auch das Sozialverhalten in und zwischen den Bereichen wurde durch die Anwesenheit von Frauen stark beeinflusst. Umgekehrt galt das aber auch. 1993 bestand die Buchhaltung noch zu 100% aus Frauen und da hielten dann auch Männer den Einzug.

Von wenigen Messen in der Vergangenheit zu über 65 pro Jahr

Messen und Messebesuche gehörten auch vor 25 Jahren schon zu unseren Aufgaben im Vertrieb. Allerdings war auch das damals noch nicht so ausgeprägt wie heute, denn heute sind wir fast schon an jedem Wochenende auf einer anderen Hausmesse vertreten. Auf der bekanntesten Messe, der Automechanika in Frankfurt, haben wir auch schon vor 25 Jahren teilgenommen, allerdings noch mit zwei Ständen an zwei verschiedenen Standorten. Eine kleine logistische Herausforderung. Außerdem haben wir unseren Nipparts-Messestand damals noch mit unseren holländischen Partnern geteilt. Zu Messezeiten herrschte Ausnahmezustand im Vertrieb, da fast der ganze Innendienst mit Messedienst beaufschlagt war. Der Export spielte zum damaligen Zeitpunkt noch eine untergeordnete Rolle im Gegensatz zu heute.

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Die Messestände von damals: klein aber fein.

Über eine kleine Zwischenstation im Bereich Vertrieb-Marketing bin ich dann vor ca. 10 Jahren in unseren damals neu entstandenen Bereich der Vertriebsunterstützung gelandet. Ich bin stets im Dienste unserer Kunden unterwegs! Es macht mir auch nach 25 Jahren noch Spaß ein Teil von Herth+Buss zu sein. Vorallem bin ich stolz darauf, dass ich die Entwicklung von Herth+Buss zu einem dynamischen Unternehmen in den letzten 25 Jahren mitgestalten durfte. Ich bin mir sicher, auch die kommenden Jahre bleiben spannend und abwechslungsreich, gerade in der heutigen Zeit, in der sich die ganze Branche im Wandel befindet und wir mit Themen, wie E-Mobilität, Dieselskandal und autonomem Fahren konfrontiert werden.

Lassen wir uns überraschen…

Weitere Einblicke in die Vergangenheit bekommt ihr in diesem Beitrag.

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Ausflug in die Vergangenheit – 25 Jahre bei Herth+Buss

9. April 2018 | Menschen + Unternehmen

Zugegebenermaßen sind 25 Jahre Herth+Buss wie eine kleine Zeitreise in eine andere Welt. Im Vergleich zu heute, im Zeitalter der Digitalisierung, gab es in der Vergangenheit von Herth+Buss enorme Unterschiede. Ich habe am 01.03.1993 bei Herth+Buss im Produktmanagement Nipparts, heute Jakoparts, begonnen. Damals waren wir noch mit einem Vertrag der Nipparts Autoteile Handelsgesellschaft angestellt. Zwei Jahre später im Jahr 1995 wurden dann aber alle Nipparts Mitarbeiter mit Herth+Buss Verträgen ausgestattet.

Vom Handelskonzern wechselte ich in ein Familienunternehmen, welches sich noch im Dornröschenschlaf befand. Starre Arbeitszeiten, um 15 Uhr am Freitag wurden die Pforten geschlossen, fast keine Frauen außer in der Buchhaltung, kaum Kundenorientierung – eben eine reine Männerwelt. Ich durfte das erste Mal in meinem Leben mit einem Computer arbeiten, jedoch ohne die Programmvielfalt von heute. Der Computer diente quasi nur zur Datenerfassung, viel mehr war damals nicht möglich…

Mein erstes Jahr verbrachte ich, wie schon erwähnt, im Produktmanagement Nipparts. Bei Abbildungskatalogen von damals, zum Beispiel dem Bremsklotz-Katalog, haben wir die Teile 1 zu 1 per Hand abgepaust – daraus entstand dann schlussendlich ein Katalog. Auch die Journale, d.h. die ganzen Produktausarbeitungen zu den OE-Herstellern und den Lieferanten, mussten wir in der Vergangenheit noch auf Papier ausarbeiten und festhalten. Ähnlich wie bei den Preislisten, die in mühsamer Kleinarbeit händisch kalkuliert wurden. Heute ist das durch die Digitalisierung überhaupt nicht mehr vorstellbar. Der Zeitaufwand damals war einfach immens.

Vergangenheit, 25 Jahre, Herthundbuss, Herth+Buss, Jubiläum, Zeitreise, Nippparts, Jakoparts, Eilparts, Messe, Unterschiede, Vertrieb, Vertriebsunterstützung, VU, Produktmanagement

Was heutzutage unvorstellbar ist, hat damals voll und ganz seinen Zweck erfüllt.

Nach einem Jahr Produktmanagement Nipparts wechselte ich dann in den Vertrieb. Auch ein für die damalige Zeit schwieriges Unterfangen! In der Männerdomäne der Autoteilebranche war man 1994 als Frau am Telefon entweder die Sekretärin oder die Empfangsdame, aber nicht der kompetente Ansprechpartner für unsere Kunden. Ein Mann wollte nur von einem Mann beraten werden!

O-Ton Einkaufleiter: „Normalerweise spreche ich nur mit Männern!“

Durch solch eine Aussage floss auch schon mal das ein oder andere Tränchen bei uns Frauen. Nichts desto trotz dachte ich mir, gut Ding will Weile haben und schon bald hatte ich einen kleinen Kundenstamm, den ich betreute und denen ich die Angst vor den „Frauen“ nehmen konnte. Sukzessive kamen auch immer mehr Frauen ins Unternehmen und die anfängliche Skepsis der vorwiegend männlichen Kundschaft wich zu Gunsten der Frauen und der damit verbundenen Kompetenz. Auch das Sozialverhalten in und zwischen den Bereichen wurde durch die Anwesenheit von Frauen stark beeinflusst. Umgekehrt galt das aber auch. 1993 bestand die Buchhaltung noch zu 100% aus Frauen und da hielten dann auch Männer den Einzug.

Von wenigen Messen in der Vergangenheit zu über 65 pro Jahr

Messen und Messebesuche gehörten auch vor 25 Jahren schon zu unseren Aufgaben im Vertrieb. Allerdings war auch das damals noch nicht so ausgeprägt wie heute, denn heute sind wir fast schon an jedem Wochenende auf einer anderen Hausmesse vertreten. Auf der bekanntesten Messe, der Automechanika in Frankfurt, haben wir auch schon vor 25 Jahren teilgenommen, allerdings noch mit zwei Ständen an zwei verschiedenen Standorten. Eine kleine logistische Herausforderung. Außerdem haben wir unseren Nipparts-Messestand damals noch mit unseren holländischen Partnern geteilt. Zu Messezeiten herrschte Ausnahmezustand im Vertrieb, da fast der ganze Innendienst mit Messedienst beaufschlagt war. Der Export spielte zum damaligen Zeitpunkt noch eine untergeordnete Rolle im Gegensatz zu heute.

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Die Messestände von damals: klein aber fein.

Über eine kleine Zwischenstation im Bereich Vertrieb-Marketing bin ich dann vor ca. 10 Jahren in unseren damals neu entstandenen Bereich der Vertriebsunterstützung gelandet. Ich bin stets im Dienste unserer Kunden unterwegs! Es macht mir auch nach 25 Jahren noch Spaß ein Teil von Herth+Buss zu sein. Vorallem bin ich stolz darauf, dass ich die Entwicklung von Herth+Buss zu einem dynamischen Unternehmen in den letzten 25 Jahren mitgestalten durfte. Ich bin mir sicher, auch die kommenden Jahre bleiben spannend und abwechslungsreich, gerade in der heutigen Zeit, in der sich die ganze Branche im Wandel befindet und wir mit Themen, wie E-Mobilität, Dieselskandal und autonomem Fahren konfrontiert werden.

Lassen wir uns überraschen…

Weitere Einblicke in die Vergangenheit bekommt ihr in diesem Beitrag.

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Corina Drewing

Hallo, mein Name ist Corina und ich habe am 01.03.1993 bei Herth+Buss im Produktmanagement Nipparts, ...

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