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Unser Betriebsrat – mit Betonung auf der letzten Silbe!

23. Okt 2017 | Menschen + Unternehmen

Mit Rat und Tat und nicht ratlos sollte der Betriebsrat, als eine sehr wichtige Instanz im Unternehmen, allen Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Der Betriebsrat ist gesetzlich durch das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) verankert. Demnach sind Unternehmen ab einer bestimmten Größe dazu verpflichtet, diesen aufzustellen. Getreu dem Motto „Wer reden will, braucht eine Stimme“,vertritt der Betriebsrat die Interessen aller Mitarbeiter. Das macht die Arbeit im Rat sowohl spannend als auch wissenswert. Gerne würde ich euch deshalb einen kurzen Einblick in unsere Arbeit im Betriebsrat bei Herth+Buss geben.

Aktuell besteht der Betriebsrat bei Herth+Buss aus neun Mitgliedern. Die Mitgliederanzahl ergibt sich dabei aus der Mitarbeiteranzahl.

Das Klischée und der Betriebsrat von Herth+Buss

Klar ist, dass mit zunehmender Unternehmensgröße auch die Meinungen und Meinungsverschiedenheiten zunehmen. „Der Betriebsrat ist nur für sich selbst da, steht doch immer auf Seiten der Geschäftsführung!“, sagen die Einen. „Der Betriebsrat blockiert unternehmerisch wichtige Entscheidungen!“, sagen die Anderen.

Nach vier Jahren im Betriebsrat, zeitweise als Vorsitzender, kann ich sagen: das stimmt nicht. Damit das Klischee nicht erfüllt wird, erfordert es eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung und eine stetige Kommunikation mit allen Interessengruppen. Ein Unternehmen ist nun mal ein Schnitt durch die Gesellschaft. Entsprechend vielschichtig sind die Meinungen und Ansichten zu unterschiedlichen Themen. Die Stellung zwischen Mitarbeitern und der Geschäftsleitung machen das Ehrenamt des Betriebsrates politisch. Deshalb ist es wichtig, dass im Gremium des Betriebsrates möglichst viele Abteilungen vertreten sind und natürlich die Geschlechter berücksichtigt werden. Dies ist auch der Grund, warum wir uns gegen einen hauptamtlichen Betriebsrat entschieden haben.

Betriebsrat_Herh+Buss_Gemeinschaft_Betriebsratsvorsitzender_03

Hier können unsere Mitarbeiter Vorschläge, Wünsche und persönliche Anliegen einwerfen – natürlich Annonym.

Aufgabenbereich – wir sind die Meinungsvertreter unserer Mitarbeiter

Ich bin als Betriebsratsvorsitzender für die Organisation der Sitzungen verantwortlich. Zudem bin ich das Sprachrohr des Entscheidungsgremiums unseres Betriebsrats. Der Betriebsrat schließt mit der Unternehmensführung zum Beispiel die Betriebsvereinbarungen ab, organisiert die Wahl der Schwerbehindertenvertretung, ist Teil im Wirtschaftsausschuss und hält Tarifgespräche mit der Unternehmensführung. Wenn der Mitarbeiter es wünscht, nehmen wir an Personalgesprächen teil. Außerdem sind wir nicht nur an Einstellungen beteiligt, sondern prüfen auch Kündigungen. Im Allgemeinen sorgen wir für einen Ausgleich der Interessen, geben Anregungen und haben die Möglichkeit, im Vertrauen und vor allem offen mit allen Beteiligten zu sprechen. So bleibt der Blick für die Gesamtsituation bewahrt. Vorrangig geht es immer um das Unternehmen im sozialen, gemeinwirtschaftlichen Sinn.

Transparenz gewährleisten und informieren: unser Betriebsratsnewsletter

Mit unserem internen Newsletter informieren wir die Mitarbeiter über wichtige Angelegenheiten. Dazu gehören neben den Betriebsversammlungen auch die Umfrage zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Wie ihr seht, ist unsere Arbeit sehr vielseitig! Der Spagat zwischen der Interessensvertretung unserer Mitarbeiter, der Einhaltung wichtiger Regelungen und der unternehmerischen Verantwortung unserer Geschäftsleitung, ist teilweise eine wirkliche Herausforderung. Und gerade das macht unsere Arbeit im Herth+Buss Betriebsrat so spannend!

Um das Thema abschließend noch einmal (meiner Meinung nach) sehr passend auf den Punkt zu bringen, möchte ich gerne unseren ehemaligen Bundestagspräsidenten zitieren:

“Verlässlich kann und muss es in dem gemeinsamen aber nicht immer präsenten Bewusstsein schlagen, dass eine vitale Demokratie nicht daran zu erkennen ist, dass am Ende Mehrheiten entscheiden, sondern daran, dass auf dem Weg bis zur Entscheidung Minderheiten ihre Rechte wahrnehmen können.“
– Abschiedsrede von Prof. Dr. Norbert Lammert

Der Bogen zur Entscheidungsfindung in einem Unternehmen lässt sich hier gut spannen:
Wir möchten ein “vitales“ Unternehmen sein! Auf dem Weg bis zu einer Entscheidung unserer Geschäftsleitung sollen unsere Mitarbeiter stets die Möglichkeit haben, sich einbringen zu können.

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Unser Betriebsrat – mit Betonung auf der letzten Silbe!

23. Oktober 2017

Mit Rat und Tat und nicht ratlos sollte der Betriebsrat, als eine sehr wichtige Instanz im Unternehmen, allen Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Der Betriebsrat ist gesetzlich durch das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) verankert. Demnach sind Unternehmen ab einer bestimmten Größe dazu verpflichtet, diesen aufzustellen. Getreu dem Motto „Wer reden will, braucht eine Stimme“,vertritt der Betriebsrat die Interessen aller Mitarbeiter. Das macht die Arbeit im Rat sowohl spannend als auch wissenswert. Gerne würde ich euch deshalb einen kurzen Einblick in unsere Arbeit im Betriebsrat bei Herth+Buss geben.

Aktuell besteht der Betriebsrat bei Herth+Buss aus neun Mitgliedern. Die Mitgliederanzahl ergibt sich dabei aus der Mitarbeiteranzahl.

Das Klischée und der Betriebsrat von Herth+Buss

Klar ist, dass mit zunehmender Unternehmensgröße auch die Meinungen und Meinungsverschiedenheiten zunehmen. „Der Betriebsrat ist nur für sich selbst da, steht doch immer auf Seiten der Geschäftsführung!“, sagen die Einen. „Der Betriebsrat blockiert unternehmerisch wichtige Entscheidungen!“, sagen die Anderen.

Nach vier Jahren im Betriebsrat, zeitweise als Vorsitzender, kann ich sagen: das stimmt nicht. Damit das Klischee nicht erfüllt wird, erfordert es eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Unternehmensführung und eine stetige Kommunikation mit allen Interessengruppen. Ein Unternehmen ist nun mal ein Schnitt durch die Gesellschaft. Entsprechend vielschichtig sind die Meinungen und Ansichten zu unterschiedlichen Themen. Die Stellung zwischen Mitarbeitern und der Geschäftsleitung machen das Ehrenamt des Betriebsrates politisch. Deshalb ist es wichtig, dass im Gremium des Betriebsrates möglichst viele Abteilungen vertreten sind und natürlich die Geschlechter berücksichtigt werden. Dies ist auch der Grund, warum wir uns gegen einen hauptamtlichen Betriebsrat entschieden haben.

Betriebsrat_Herh+Buss_Gemeinschaft_Betriebsratsvorsitzender_03

Hier können unsere Mitarbeiter Vorschläge, Wünsche und persönliche Anliegen einwerfen – natürlich Annonym.

Aufgabenbereich – wir sind die Meinungsvertreter unserer Mitarbeiter

Ich bin als Betriebsratsvorsitzender für die Organisation der Sitzungen verantwortlich. Zudem bin ich das Sprachrohr des Entscheidungsgremiums unseres Betriebsrats. Der Betriebsrat schließt mit der Unternehmensführung zum Beispiel die Betriebsvereinbarungen ab, organisiert die Wahl der Schwerbehindertenvertretung, ist Teil im Wirtschaftsausschuss und hält Tarifgespräche mit der Unternehmensführung. Wenn der Mitarbeiter es wünscht, nehmen wir an Personalgesprächen teil. Außerdem sind wir nicht nur an Einstellungen beteiligt, sondern prüfen auch Kündigungen. Im Allgemeinen sorgen wir für einen Ausgleich der Interessen, geben Anregungen und haben die Möglichkeit, im Vertrauen und vor allem offen mit allen Beteiligten zu sprechen. So bleibt der Blick für die Gesamtsituation bewahrt. Vorrangig geht es immer um das Unternehmen im sozialen, gemeinwirtschaftlichen Sinn.

Transparenz gewährleisten und informieren: unser Betriebsratsnewsletter

Mit unserem internen Newsletter informieren wir die Mitarbeiter über wichtige Angelegenheiten. Dazu gehören neben den Betriebsversammlungen auch die Umfrage zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Wie ihr seht, ist unsere Arbeit sehr vielseitig! Der Spagat zwischen der Interessensvertretung unserer Mitarbeiter, der Einhaltung wichtiger Regelungen und der unternehmerischen Verantwortung unserer Geschäftsleitung, ist teilweise eine wirkliche Herausforderung. Und gerade das macht unsere Arbeit im Herth+Buss Betriebsrat so spannend!

Um das Thema abschließend noch einmal (meiner Meinung nach) sehr passend auf den Punkt zu bringen, möchte ich gerne unseren ehemaligen Bundestagspräsidenten zitieren:

“Verlässlich kann und muss es in dem gemeinsamen aber nicht immer präsenten Bewusstsein schlagen, dass eine vitale Demokratie nicht daran zu erkennen ist, dass am Ende Mehrheiten entscheiden, sondern daran, dass auf dem Weg bis zur Entscheidung Minderheiten ihre Rechte wahrnehmen können.“
– Abschiedsrede von Prof. Dr. Norbert Lammert

Der Bogen zur Entscheidungsfindung in einem Unternehmen lässt sich hier gut spannen:
Wir möchten ein “vitales“ Unternehmen sein! Auf dem Weg bis zu einer Entscheidung unserer Geschäftsleitung sollen unsere Mitarbeiter stets die Möglichkeit haben, sich einbringen zu können.

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Florian Fuhrmann

Hey, ich bin Florian und seit 2008 bei Herth+Buss. Seitdem ich 2010 meine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann abgeschlossen habe, bin ich im Produktmanagement ...

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