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Dart Racing – Neues Team, neue Ziele!

08. Feb 2018 | Technologie + Produkte

Das TU Darmstadt Dart Racing Team wurde 2005 als Hochschulgruppe der technischen Universität Darmstadt gegründet. Wir nehmen seit 2006 erfolgreich an der Formula Student, einem internationalen Konstruktionswettkampf, teil. Dies bedeutet, dass es nicht nur darauf ankommt das schnellste Auto auf der Strecke zu bauen. Nein, ein Großteil der Punkte ist in den statischen Disziplinen zu holen. In diesen Disziplinen geht es darum, den Designprozess des Fahrzeugs, einen fiktiven Geschäftsplan sowie einen Kostenbericht über alle verbauten Teile einer Jury aus Lehre und Industrie vorzustellen. Eine echte Herausforderung!

Stetige Optimierung – 100kg Gewichtsreduzierung durch Carbon!

Schon im Jahr nach seiner Gründung nahm Dart Racing am ersten Wettbewerb in Deutschland teil. Damals trat der „alpha2006“, ein Verbrenner mit GFK verkleidetem Gitterrohrrahmen, an. Schon im Jahr darauf wagten wir in Zusammenarbeit mit der Industrie den großen Schritt. Als eines der ersten Teams fertigten wir ein CFK-Monocoque. Das ist eine Technologie, die so zum Beispiel auch in der Formel 1 eingesetzt wird. Durch den Einsatz von CFK oder auch umgangssprachlich Carbon genannt, selbstkonstruierten Aluminiumfelgen und Weiterentwicklungen im Motor- und Fahrwerksbereich konnten im Vergleich zum Vorjahr ganze 100 kg eingespart werden.

Das Material CFK spielte auch in den Folgejahren eine große Rolle und nahm in viele weitere Bereiche des Fahrzeugs Einzug. So wurden 2008 Felgen und Querlenker aus diesem neuen Material gefertigt. Der „gamma2009“ gehörte zu den stärksten des Teilnehmerfeldes und gewann als solcher den Dynometer Performance Award in Hockenheim. Das erreichten wir mittels Änderungen am Einspritzsystem und seiner Airbox.

Auch in den folgenden drei Jahren nahm Dart Racing erfolgreich an verschiedenen europäischen Wettbewerben teil und entwickelte sich immer weiter.

Dart Racing, Fomula Student, TU Darmstadt, TU, Herth+Buss, Sponsoring, Racing, Team, Racing Team, Kontruktion, Wettbewerb

Hier wird an den diversen Rennwagen geschraubt

Torque Vectoring und Radnabenmotoren – Elektrifizierte Rennwagen-Technologie

Mit der Einführung der Electric Klasse in Hockenheim beschloss das Team 2011 parallel zum Verbrenner „zeta2011“ mit dem ersten Elektrofahrzeug anzutreten. Ein Altfahrzeug, der „epsilon2010“, wurde umgerüstet und mit einer Batterie sowie Elektromotoren ausgestattet. Als erster Elektrorennwagen des Vereins brachte er eine stolze Leistung von 60kW auf die Straße und elektrifizierte so den gesamten Verein. Im nächsten Jahr konzentrierte man sich vollkommen auf diese neue Technologie und entwickelte ein eigenes Batteriepaket. Mit einem Unterboden wagten wir ebenfalls erste Schritte in Richtung Aerodynamik.

Im Jahr 2013 entfernte man sich vom konventionellen Antriebsstrang Konzept und stieg auf zwei Heckmotoren um. Mit diesem neuen Antriebskonzept war es nun erstmals möglich Torque Vectoring einzusetzen. Das ist eine Technologie, welche die dynamische Leistungsverteilung auf die einzelnen Motoren ermöglicht und somit die Wendigkeit und Leistung des Fahrzeugs erhöht.

Mit der Saison 2014 entwickelten wir ein neues Chassis, welches mit seinem geringen Gewicht von gerade einmal 18kg in den nächsten drei Jahren einen wichtigen Grundstein des Vereins bilden sollte. In der Zeit von 2014 bis 2016 konnte man so wichtige Entwicklungen im Elektrobereich angehen. Man entwickelte einen eigenen Elektromotor, ein eigenes, in die Batterie integriertes Batteriemanagement System und konzentrierte sich sowohl auf das Fahrwerk sowie auf das aerodynamische Paket des Fahrzeugs.

Die Saison 2017 brachte nach langer Zeit ein komplett neues Antriebskonzept. Statt einem reinen Hinterachsantrieb mit zwei Elektromotoren, wurde nun jedes Rad mit einem eigenen Radnarbenmotor ausgestattet. Mit diesem neuen Antrieb und neuen, selbstentwickelten 13“ Pirelli Reifen nahm Dart Racing an den Wettbewerben FS East, Formula Student Germany und Formula Student Spain teil und konnten aus unserer Neuentwicklung wichtige Erkenntnisse gewinnen.

Dart Racing, Fomula Student, TU Darmstadt, TU, Herth+Buss, Sponsoring, Racing, Team, Racing Team, Kontruktion, Wettbewerb
Vollautonom in die Zukunft

Seit 2017 nehmen wir an einer neuen Fahrzeug-Klasse teil. In diesem Jahr durfte es zum ersten Mal exklusiv in Deutschland auf die Rennstrecke – das Driverless Fahrzeug. In diesem Wettbewerb fährt ein Fahrzeug vollkommen autonom die dynamischen Disziplinen auf einem abgesperrten Gelände ohne menschliche Einflüsse.

Für diese Klasse rüsteten wir das Altfahrzeug des Jahres 2016, auch „lambda“ genannt, um. Im Zuge dessen wurde neue Rechenpower sowie weitere Sensorik in Form von einer Stereokamera und selbst entwickelter Lenk- und Brems-Aktorik im Auto nachgerüstet. Eine wichtige Anforderung dabei war es, dass das Fahrzeug immer noch durch einen Menschen gefahren werden kann. Aus diesem Grund musste das Packaging des Fahrzeugs neu überdacht werden und einige Komponenten in die Seitenkästen des Fahrzeugs ausgelagert werden.

Ein Ausblick auf die neuen Rennwagen von Dart Racing

Die wichtigste Änderung dieses Jahres findet jedoch auf organisatorischer Ebene statt. Mit zwei Fahrzeugen und einem Team müssen alle Stellen zweifach vergeben werden, um jedem Fahrzeug die Aufmerksamkeit zu geben, die es benötigt. Aus diesem Grund wurde die Anzahl der Teammitglieder stark vergrößert. Mit einem Team von knapp 70 Studenten aus den Fachbereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik arbeiten wir aktuell aktiv am „ny2018“ und „lambda-D2018“. Trotz allem verstehen wir uns als ein Team und unterstützen uns gegenseitig mit Wissen und helfenden Händen.

Neuerungen der Saison 2018 sind für das E-Fahrzeug unter anderem die Gewichtsoptimierung und ein verbessertes Packaging Konzept. Auch entwickelte man ein neues Aerodynamikpaket. Zudem optimierte und erweiterte man das bisherige Sensorkonzept des Fahrzeugs.

Im D-Team wurde dieses Jahr das Sensorkonzept komplett neu überdacht und durch ein Lidar-System erweitert. Zudem optimierte man die Trajektorienplanung, also quasi das Navigationssystem des Fahrzeugs, auf Performance.

Für die Saison 2018 konnten wir uns am 22.01. bereits erfolgreich beweisen. An diesem Tag fanden die Quizze der Events statt, bei denen man mit allen anderen Bewerbern um die begehrten Teilnehmerplätze quizzte. Dabei hat sich das E-Team erfolgreich für die Events FS East in Ungarn, FS Austria und Formula Student Germany beworben. Neben Deutschland findet der neue Wettbewerb „Driverless“ auch in Ungarn und Italien statt. Das D-Team konnte Plätze für alle drei Events registrieren. Mit den ersten Erfolgen der Saison in der Tasche geht es nun voller Motivation in die Fertigungsphase!

Wir danken Herth+Buss für die Möglichkeit, unser Team den Lesern dieses Blogs vorzustellen und möchten außerdem für die Unterstützung durch Herth+Buss Produkte danken, die zur Realisierung unserer Rennfahrzeuge beitragen. Wir freuen uns darüber, dass der Herth+Buss Unternehmensblog uns durch die Saison 2018 begleiten wird.

David Baran für Herth+Buss

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Dart Racing – Neues Team, neue Ziele!

8. Februar 2018

Das TU Darmstadt Dart Racing Team wurde 2005 als Hochschulgruppe der technischen Universität Darmstadt gegründet. Wir nehmen seit 2006 erfolgreich an der Formula Student, einem internationalen Konstruktionswettkampf, teil. Dies bedeutet, dass es nicht nur darauf ankommt das schnellste Auto auf der Strecke zu bauen. Nein, ein Großteil der Punkte ist in den statischen Disziplinen zu holen. In diesen Disziplinen geht es darum, den Designprozess des Fahrzeugs, einen fiktiven Geschäftsplan sowie einen Kostenbericht über alle verbauten Teile einer Jury aus Lehre und Industrie vorzustellen. Eine echte Herausforderung!

Stetige Optimierung – 100kg Gewichtsreduzierung durch Carbon!

Schon im Jahr nach seiner Gründung nahm Dart Racing am ersten Wettbewerb in Deutschland teil. Damals trat der „alpha2006“, ein Verbrenner mit GFK verkleidetem Gitterrohrrahmen, an. Schon im Jahr darauf wagten wir in Zusammenarbeit mit der Industrie den großen Schritt. Als eines der ersten Teams fertigten wir ein CFK-Monocoque. Das ist eine Technologie, die so zum Beispiel auch in der Formel 1 eingesetzt wird. Durch den Einsatz von CFK oder auch umgangssprachlich Carbon genannt, selbstkonstruierten Aluminiumfelgen und Weiterentwicklungen im Motor- und Fahrwerksbereich konnten im Vergleich zum Vorjahr ganze 100 kg eingespart werden.

Das Material CFK spielte auch in den Folgejahren eine große Rolle und nahm in viele weitere Bereiche des Fahrzeugs Einzug. So wurden 2008 Felgen und Querlenker aus diesem neuen Material gefertigt. Der „gamma2009“ gehörte zu den stärksten des Teilnehmerfeldes und gewann als solcher den Dynometer Performance Award in Hockenheim. Das erreichten wir mittels Änderungen am Einspritzsystem und seiner Airbox.

Auch in den folgenden drei Jahren nahm Dart Racing erfolgreich an verschiedenen europäischen Wettbewerben teil und entwickelte sich immer weiter.

Dart Racing, Fomula Student, TU Darmstadt, TU, Herth+Buss, Sponsoring, Racing, Team, Racing Team, Kontruktion, Wettbewerb

Hier wird an den diversen Rennwagen geschraubt

Torque Vectoring und Radnabenmotoren – Elektrifizierte Rennwagen-Technologie

Mit der Einführung der Electric Klasse in Hockenheim beschloss das Team 2011 parallel zum Verbrenner „zeta2011“ mit dem ersten Elektrofahrzeug anzutreten. Ein Altfahrzeug, der „epsilon2010“, wurde umgerüstet und mit einer Batterie sowie Elektromotoren ausgestattet. Als erster Elektrorennwagen des Vereins brachte er eine stolze Leistung von 60kW auf die Straße und elektrifizierte so den gesamten Verein. Im nächsten Jahr konzentrierte man sich vollkommen auf diese neue Technologie und entwickelte ein eigenes Batteriepaket. Mit einem Unterboden wagten wir ebenfalls erste Schritte in Richtung Aerodynamik.

Im Jahr 2013 entfernte man sich vom konventionellen Antriebsstrang Konzept und stieg auf zwei Heckmotoren um. Mit diesem neuen Antriebskonzept war es nun erstmals möglich Torque Vectoring einzusetzen. Das ist eine Technologie, welche die dynamische Leistungsverteilung auf die einzelnen Motoren ermöglicht und somit die Wendigkeit und Leistung des Fahrzeugs erhöht.

Mit der Saison 2014 entwickelten wir ein neues Chassis, welches mit seinem geringen Gewicht von gerade einmal 18kg in den nächsten drei Jahren einen wichtigen Grundstein des Vereins bilden sollte. In der Zeit von 2014 bis 2016 konnte man so wichtige Entwicklungen im Elektrobereich angehen. Man entwickelte einen eigenen Elektromotor, ein eigenes, in die Batterie integriertes Batteriemanagement System und konzentrierte sich sowohl auf das Fahrwerk sowie auf das aerodynamische Paket des Fahrzeugs.

Die Saison 2017 brachte nach langer Zeit ein komplett neues Antriebskonzept. Statt einem reinen Hinterachsantrieb mit zwei Elektromotoren, wurde nun jedes Rad mit einem eigenen Radnarbenmotor ausgestattet. Mit diesem neuen Antrieb und neuen, selbstentwickelten 13“ Pirelli Reifen nahm Dart Racing an den Wettbewerben FS East, Formula Student Germany und Formula Student Spain teil und konnten aus unserer Neuentwicklung wichtige Erkenntnisse gewinnen.

Dart Racing, Fomula Student, TU Darmstadt, TU, Herth+Buss, Sponsoring, Racing, Team, Racing Team, Kontruktion, Wettbewerb
Vollautonom in die Zukunft

Seit 2017 nehmen wir an einer neuen Fahrzeug-Klasse teil. In diesem Jahr durfte es zum ersten Mal exklusiv in Deutschland auf die Rennstrecke – das Driverless Fahrzeug. In diesem Wettbewerb fährt ein Fahrzeug vollkommen autonom die dynamischen Disziplinen auf einem abgesperrten Gelände ohne menschliche Einflüsse.

Für diese Klasse rüsteten wir das Altfahrzeug des Jahres 2016, auch „lambda“ genannt, um. Im Zuge dessen wurde neue Rechenpower sowie weitere Sensorik in Form von einer Stereokamera und selbst entwickelter Lenk- und Brems-Aktorik im Auto nachgerüstet. Eine wichtige Anforderung dabei war es, dass das Fahrzeug immer noch durch einen Menschen gefahren werden kann. Aus diesem Grund musste das Packaging des Fahrzeugs neu überdacht werden und einige Komponenten in die Seitenkästen des Fahrzeugs ausgelagert werden.

Ein Ausblick auf die neuen Rennwagen von Dart Racing

Die wichtigste Änderung dieses Jahres findet jedoch auf organisatorischer Ebene statt. Mit zwei Fahrzeugen und einem Team müssen alle Stellen zweifach vergeben werden, um jedem Fahrzeug die Aufmerksamkeit zu geben, die es benötigt. Aus diesem Grund wurde die Anzahl der Teammitglieder stark vergrößert. Mit einem Team von knapp 70 Studenten aus den Fachbereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik arbeiten wir aktuell aktiv am „ny2018“ und „lambda-D2018“. Trotz allem verstehen wir uns als ein Team und unterstützen uns gegenseitig mit Wissen und helfenden Händen.

Neuerungen der Saison 2018 sind für das E-Fahrzeug unter anderem die Gewichtsoptimierung und ein verbessertes Packaging Konzept. Auch entwickelte man ein neues Aerodynamikpaket. Zudem optimierte und erweiterte man das bisherige Sensorkonzept des Fahrzeugs.

Im D-Team wurde dieses Jahr das Sensorkonzept komplett neu überdacht und durch ein Lidar-System erweitert. Zudem optimierte man die Trajektorienplanung, also quasi das Navigationssystem des Fahrzeugs, auf Performance.

Für die Saison 2018 konnten wir uns am 22.01. bereits erfolgreich beweisen. An diesem Tag fanden die Quizze der Events statt, bei denen man mit allen anderen Bewerbern um die begehrten Teilnehmerplätze quizzte. Dabei hat sich das E-Team erfolgreich für die Events FS East in Ungarn, FS Austria und Formula Student Germany beworben. Neben Deutschland findet der neue Wettbewerb „Driverless“ auch in Ungarn und Italien statt. Das D-Team konnte Plätze für alle drei Events registrieren. Mit den ersten Erfolgen der Saison in der Tasche geht es nun voller Motivation in die Fertigungsphase!

Wir danken Herth+Buss für die Möglichkeit, unser Team den Lesern dieses Blogs vorzustellen und möchten außerdem für die Unterstützung durch Herth+Buss Produkte danken, die zur Realisierung unserer Rennfahrzeuge beitragen. Wir freuen uns darüber, dass der Herth+Buss Unternehmensblog uns durch die Saison 2018 begleiten wird.

David Baran für Herth+Buss

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Die Stimmen aus dem Off – auch wir als Gastautoren sorgen auf dem Herth+Buss Unternehmensblog für interessante Beiträge! Aus unserer Feder stammen Texte, die das Gesc ...

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