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Scuderia Mensa – Der Wettbewerb beginnt!

11. April 2017 | Technologie + Produkte

Formula Student, ein internationaler Konstruktionswettkampf, der alljährlich engagierte Studenten aus aller Welt zum Kampf in allen Disziplinen der Technik ruft. In Kategorien wie Wirtschaftlichkeit, Design, Effizienz werden absoluter Kampfgeist, absolutes Wissen und Motivation gefordert. Die Scuderia Mensa tritt seit 2006 für die Hochschule RheinMain (anfangs FH Wiesbaden) in diesem Kräftemessen kontinuierlich mit an. Über die Jahre hat sie sich stetig weiter entwickelt und verbessert, um aktuelle Richtlinien und Technologien anzuwenden, die Leistung des Rennwagens stetig zu erhöhen und den teilnehmenden Studenten erste Erfahrungen im Projektmanagement und beim Konstruieren im Team zu vermitteln.

Aller Anfang ist aufregend

2006 entschlossen sich eine Handvoll Maschinenbau-Studenten der FH Wiesbaden, dem weltweiten Konstruktionswettbewerb der VDI Gesellschaft beizutreten und sich mit wenig bis gar keiner Erfahrung an der Rennwagenentwicklung zu versuchen. Der 310 kg schwere, 67 KW starke Rennbolide mit wassergekühltem Reihenvierzylinder einer Suzuki GSX 600 R K3 und 599cm³ Hubraum generierte dann im Jahr 2008 erste Erfahrungen mit den Besonderheiten der Rennsporttechnik. Zudem ebnete er den Grundstein für viele nachfolgende Teams der FH Wiesbaden, später Hochschule RheinMain.

In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Maschinenbau, sowie dem Fachbereich Elektrotechnik, konnte das Team auf im Fahrzeugbau erfahrenes Personal durch Professoren zurückgreifen. Außerdem knüpfte es erste Kontakte mit der Industrie. Durch die Nähe zum Industriestandort Rhein-Main, boten sich große Chancen auf Sponsoren und zusätzliche Berater für zukünftige Projekte der Scuderia Mensa. Auch heute noch baut unser Team auf die damals geknüpften Kontakte in der Industrie und den Fachbereichen. Bei Entwicklung, Fertigung und Problemen kann es auf diese zurückgreifen. Der knapp 100 kg leichtere, 68 KW starke Rennbolide des Folgejahrs 2009 verhalf dem Team dann zu großen Erfolgen. Durch den betriebenen Leichtbau und das durchdachte Design konnte er bei der Jury punkten und wurde zum schönsten Wagen Deutschlands 2009 gekürt. 2010 wurden mit kantigem Design, dem profilierten Leichtbau und den Erfahrungen der letzten zwei Jahre, neue Bestleistungen und Platzierungen angepeilt.

Neues Jahrzehnt, neue Technologie

Ein neues Jahrzehnt war angebrochen und die Zeichen standen auf „Zukunft“. Die Welt investierte immer mehr in erneuerbare Energien und die ersten Elektrofahrzeuge diverser Firmen gingen in Serienproduktion. Der Zeit angepasst und an vorderster Front der sich entwickelten Technologie, begann die Scuderia Mensa ihren Fokus in den Elektrotechnikbereich zu legen. Sie plante Ihren ersten, mit Elektromotor angetriebenen, Rennwagen.

In der Saison 2011 war es dann soweit. Der erste Scuderia Mensa Bolide mit E-Antrieb verließ die Werkstatt und fuhr aggressiv neuen Bestzeiten entgegen. Das erhöhte Gewicht durch den Li(NiCoMn)O2 Akku und die zwei Gleichstromelektromotoren konnte gut mit dem 6-fachen des Drehmoments, bei gleichbleibender Leistung, kompensiert werden. Stark, stärker, am stärksten hieß es dann 2012, nachdem das Gewicht erneut um gut 80 kg verringert werden konnte. Außerdem kamen zwei 100 KW Motoren mit jeweils 750 Nm Drehmoment zum Einsatz. Die eingeführte Fahreranpassung für Lenkrad, Pedalerie und Sitz ermöglichte es aus einem größeren Pool an Piloten zu schöpfen, ohne gleichzeitig auf Komfort verzichten zu müssen. In den weiteren Jahren bis 2016 kam es zu ständigen Weiterentwicklungen in Sachen Luftwiderstandsbeiwert und Getriebe. Hier kam das erste Mal ein selbstentwickeltes Planetengetriebe zum Einsatz. Nach insgesamt fünf Jahren mit Elektroantrieb war es jedoch zu einem Know-how Mangel gekommen.

     
    Altbewährte Technik mit großem Erfolg für die Scuderia Mensa

    Die Umstrukturierung der FH Wiesbaden zur Hochschule RheinMain in den vergangenen Jahren und der Mangel an Elektrotechnikstudenten in der Scuderia Mensa, durch den geringen Bekanntheitsgrad innerhalb der Fachbereiche Elektrotechnik, resultierte letztendlich in die Rückkehr zum Verbrennungsmotor im Jahr 2016. An der Technik des 2010er Verbrenners orientierend, gelang es „Melody“ trotz der technischen Änderungen in den Combustionwettbewerben der Formula Student, gute Positionen einzufahren. So verhalf sie dem Team zu größerem Selbstbewusstsein.

    Das was kommt

    Um sich auf längere Zeit wieder im vorderen Feld der Combustion-Wettbewerbe zu etablieren, gilt es, neue Methoden und Techniken auch für den Verbrenner zu entwickeln. Durch den größeren Auftritt der Scuderia Mensa in Social-Media und dem Direct-Marketing auf Messen oder per Print-Medien über Flyer an Schulen und Hochschulen, gelang es Ende 2016 das Team auf über 50 Mitglieder zu vergrößern. Das damit verbundene Anhäufen von Fachwissen, soll für 2017 und die folgenden Jahre Umstrukturierungen verwirklichen. Zudemm soll es einen effizienteren, sowie schnelleren Rennwagen hervorbringen.

    Neuerungen sind mitunter das ab 2017 verwendete Monocoque um noch mehr Gewicht einsparen zu können. Außerdem die Verwendung von Sensorik zum Feintuning der Mechanik und Elektronik. Das „intelligente“ Fahrzeug der kommenden Jahre, soll es dem Team ermöglichen, schnell und einfach auf vorherrschende Bedingung reagieren zu können und somit eine bessere Platzierung gewährleisten. Außerdem bringt es den teilnehmenden Studenten einen Mehrwert an Erfahrung in Sachen Prototyping und vermittelt einen tieferen Problemlösungsansatz. Weitere Innovationen der kommenden Jahre, werden je nach Teamstärke, ein selbstentwickeltes Getriebe und eine stetige Rückkehr zum Elektroantrieb. Wir wollen vorbereitet und durchdacht die erneute Umwandlung zum Elektroantrieb vornehmen. Somit wollen wir weiterhin den Antrieb der Zukunft an die Hochschulen bringen.

    Für die Saison 2017 werden wir wieder in Hockenheim bei der FSG vertreten sein. Außerdem in Spanien bei der FSS und auch bei der FSN in Assen. Begleitend hierzu, wird es zwei folgende Blogbeiträge zu unserem Rollout im Juni und unseren Rennergebnissen gegen Ende der Saison geben. Wir danken Herth+Buss für die Möglichkeit unser Team einem interessierten Publikum darzustellen. Ebenfalls danken wir für die Unterstützung und Begleitung der Scuderia Mensa durch Herth+Buss.

    Weitere Informationen zu uns finden Sie auf unserer Homepage oder auf unserer Facebookseite.

     

    Gastautor Andre Martin für Herth+Buss

     

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    Scuderia Mensa – Der Wettbewerb beginnt!

    11. April 2017 | Technologie + Produkte

    Formula Student, ein internationaler Konstruktionswettkampf, der alljährlich engagierte Studenten aus aller Welt zum Kampf in allen Disziplinen der Technik ruft. In Kategorien wie Wirtschaftlichkeit, Design, Effizienz werden absoluter Kampfgeist, absolutes Wissen und Motivation gefordert. Die Scuderia Mensa tritt seit 2006 für die Hochschule RheinMain (anfangs FH Wiesbaden) in diesem Kräftemessen kontinuierlich mit an. Über die Jahre hat sie sich stetig weiter entwickelt und verbessert, um aktuelle Richtlinien und Technologien anzuwenden, die Leistung des Rennwagens stetig zu erhöhen und den teilnehmenden Studenten erste Erfahrungen im Projektmanagement und beim Konstruieren im Team zu vermitteln.

    Aller Anfang ist aufregend

    2006 entschlossen sich eine Handvoll Maschinenbau-Studenten der FH Wiesbaden, dem weltweiten Konstruktionswettbewerb der VDI Gesellschaft beizutreten und sich mit wenig bis gar keiner Erfahrung an der Rennwagenentwicklung zu versuchen. Der 310 kg schwere, 67 KW starke Rennbolide mit wassergekühltem Reihenvierzylinder einer Suzuki GSX 600 R K3 und 599cm³ Hubraum generierte dann im Jahr 2008 erste Erfahrungen mit den Besonderheiten der Rennsporttechnik. Zudem ebnete er den Grundstein für viele nachfolgende Teams der FH Wiesbaden, später Hochschule RheinMain.

    In Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Maschinenbau, sowie dem Fachbereich Elektrotechnik, konnte das Team auf im Fahrzeugbau erfahrenes Personal durch Professoren zurückgreifen. Außerdem knüpfte es erste Kontakte mit der Industrie. Durch die Nähe zum Industriestandort Rhein-Main, boten sich große Chancen auf Sponsoren und zusätzliche Berater für zukünftige Projekte der Scuderia Mensa. Auch heute noch baut unser Team auf die damals geknüpften Kontakte in der Industrie und den Fachbereichen. Bei Entwicklung, Fertigung und Problemen kann es auf diese zurückgreifen. Der knapp 100 kg leichtere, 68 KW starke Rennbolide des Folgejahrs 2009 verhalf dem Team dann zu großen Erfolgen. Durch den betriebenen Leichtbau und das durchdachte Design konnte er bei der Jury punkten und wurde zum schönsten Wagen Deutschlands 2009 gekürt. 2010 wurden mit kantigem Design, dem profilierten Leichtbau und den Erfahrungen der letzten zwei Jahre, neue Bestleistungen und Platzierungen angepeilt.

    Neues Jahrzehnt, neue Technologie

    Ein neues Jahrzehnt war angebrochen und die Zeichen standen auf „Zukunft“. Die Welt investierte immer mehr in erneuerbare Energien und die ersten Elektrofahrzeuge diverser Firmen gingen in Serienproduktion. Der Zeit angepasst und an vorderster Front der sich entwickelten Technologie, begann die Scuderia Mensa ihren Fokus in den Elektrotechnikbereich zu legen. Sie plante Ihren ersten, mit Elektromotor angetriebenen, Rennwagen.

    In der Saison 2011 war es dann soweit. Der erste Scuderia Mensa Bolide mit E-Antrieb verließ die Werkstatt und fuhr aggressiv neuen Bestzeiten entgegen. Das erhöhte Gewicht durch den Li(NiCoMn)O2 Akku und die zwei Gleichstromelektromotoren konnte gut mit dem 6-fachen des Drehmoments, bei gleichbleibender Leistung, kompensiert werden. Stark, stärker, am stärksten hieß es dann 2012, nachdem das Gewicht erneut um gut 80 kg verringert werden konnte. Außerdem kamen zwei 100 KW Motoren mit jeweils 750 Nm Drehmoment zum Einsatz. Die eingeführte Fahreranpassung für Lenkrad, Pedalerie und Sitz ermöglichte es aus einem größeren Pool an Piloten zu schöpfen, ohne gleichzeitig auf Komfort verzichten zu müssen. In den weiteren Jahren bis 2016 kam es zu ständigen Weiterentwicklungen in Sachen Luftwiderstandsbeiwert und Getriebe. Hier kam das erste Mal ein selbstentwickeltes Planetengetriebe zum Einsatz. Nach insgesamt fünf Jahren mit Elektroantrieb war es jedoch zu einem Know-how Mangel gekommen.

       
      Altbewährte Technik mit großem Erfolg für die Scuderia Mensa

      Die Umstrukturierung der FH Wiesbaden zur Hochschule RheinMain in den vergangenen Jahren und der Mangel an Elektrotechnikstudenten in der Scuderia Mensa, durch den geringen Bekanntheitsgrad innerhalb der Fachbereiche Elektrotechnik, resultierte letztendlich in die Rückkehr zum Verbrennungsmotor im Jahr 2016. An der Technik des 2010er Verbrenners orientierend, gelang es „Melody“ trotz der technischen Änderungen in den Combustionwettbewerben der Formula Student, gute Positionen einzufahren. So verhalf sie dem Team zu größerem Selbstbewusstsein.

      Das was kommt

      Um sich auf längere Zeit wieder im vorderen Feld der Combustion-Wettbewerbe zu etablieren, gilt es, neue Methoden und Techniken auch für den Verbrenner zu entwickeln. Durch den größeren Auftritt der Scuderia Mensa in Social-Media und dem Direct-Marketing auf Messen oder per Print-Medien über Flyer an Schulen und Hochschulen, gelang es Ende 2016 das Team auf über 50 Mitglieder zu vergrößern. Das damit verbundene Anhäufen von Fachwissen, soll für 2017 und die folgenden Jahre Umstrukturierungen verwirklichen. Zudemm soll es einen effizienteren, sowie schnelleren Rennwagen hervorbringen.

      Neuerungen sind mitunter das ab 2017 verwendete Monocoque um noch mehr Gewicht einsparen zu können. Außerdem die Verwendung von Sensorik zum Feintuning der Mechanik und Elektronik. Das „intelligente“ Fahrzeug der kommenden Jahre, soll es dem Team ermöglichen, schnell und einfach auf vorherrschende Bedingung reagieren zu können und somit eine bessere Platzierung gewährleisten. Außerdem bringt es den teilnehmenden Studenten einen Mehrwert an Erfahrung in Sachen Prototyping und vermittelt einen tieferen Problemlösungsansatz. Weitere Innovationen der kommenden Jahre, werden je nach Teamstärke, ein selbstentwickeltes Getriebe und eine stetige Rückkehr zum Elektroantrieb. Wir wollen vorbereitet und durchdacht die erneute Umwandlung zum Elektroantrieb vornehmen. Somit wollen wir weiterhin den Antrieb der Zukunft an die Hochschulen bringen.

      Für die Saison 2017 werden wir wieder in Hockenheim bei der FSG vertreten sein. Außerdem in Spanien bei der FSS und auch bei der FSN in Assen. Begleitend hierzu, wird es zwei folgende Blogbeiträge zu unserem Rollout im Juni und unseren Rennergebnissen gegen Ende der Saison geben. Wir danken Herth+Buss für die Möglichkeit unser Team einem interessierten Publikum darzustellen. Ebenfalls danken wir für die Unterstützung und Begleitung der Scuderia Mensa durch Herth+Buss.

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      Herth+Buss Gastautor

      Die Stimmen aus dem Off – auch wir als Gastautoren sorgen auf dem Herth+Buss Unternehmensblog für interessante Beiträge! Aus unserer Feder stammen Texte, die das Gesc ...

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