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Scuderia Mensa – Ein Rennwagen entsteht

18. Juli 2017 | Technologie + Produkte

Vom Konzept bis hin zum fertigen Rennwagen dauert es circa neun Monate.
Doch wie läuft diese Phase der Konstruktion & Fertigung ab?

Es ist der 1. Juli 2017 und wir – Scuderia Mensa HS RheinMain Racing e.V. – präsentieren unseren neuen Rennwagen der Öffentlichkeit. Neun Monate Leistungswille, Motivation und auch Zuversicht, sowie hunderte von Arbeitsstunden in den Werkstätten und den Fertigungsanlagen unserer Sponsoren. All das brachte am Ende einen wettbewerbsfähigen, kraftstarken Rennwagen hervor.
So, oder so ähnlich sollte eine Saison als antretendes Team zumindest ablaufen, um erfolgreich an den ersten Formula Student Events im Juni teilnehmen zu können. Doch wie genau sieht so ein strukturierter Bauplan aus und welche Hindernisse stellen sich den teilnehmenden Studierenden der Hochschule RheinMain während dieser semesterübergreifenden Entscheidungsphase?

„Kick-Off“

So heißt es gegen Ende Oktober in den wöchentlichen Teammeetings der Scuderia Mensa. Nach der Begrüßung der Erstsemesterstudierenden Anfang Oktober, werden nun die Ziele und Arbeitspakete von der Teamführung der letzten Saison vorgestellt. Diese arbeiten wir zusammen mit dem ganzen Team aus und beurteilen sie konstruktiv. Die Implementierung eines roten Fadens ist einer der Grundbausteine des ganzen Projekts. Dieser schafft dem Team mit einem etablierten Zeitplan ein klares, jederzeit abrufbares Ziel. Ist dieser Rahmen gegeben, werden alle Teammitglieder einer Abteilung bzw. einem Teilprojekt innerhalb des Formula Student Auftrags zugeordnet. Hier gilt es vor allem vorhandenes Fachwissen gleichmäßig im Team zu verteilen und ggf. Stärken und Schwächen der einzelnen Studierenden auszugleichen. Mit Festlegung der Teamstruktur und der jeweiligen Arbeitspakete und Ideen für die verschiedenen Abteilungen innerhalb des Teams, kann es dann gegen Mitte November in die Konstruktionsphase gehen.

Die Computer in den Hochschulbüros unseres Teams laufen auf Hochtouren, wenn es darum geht, aus einem Entwurf ein fertiges CAD-Teil anzufertigen. In der Materie schließen sich erfahrene Studierende mit neuen, motivierten Studierenden zusammen. So erschaffen wir bis Ende Januar alle relevanten Teile des neuen Rennwagens in voller 3-dimensionaler Ausführung. Mit dem abschließenden Digital-Mockup erblickt der Bolide dann, wenn auch zunächst nur als Computermodell, das Licht der Welt.

    Montieren, statt konstruieren

    3000 bis 5000 konstruierte (nicht genormte, aber auch gekaufte) Teile müssen wir nun noch einmal technisch beurteilen und ggf. überarbeiten. Nach den Semesterklausuren im Februar heißt es dann: montieren, statt konstruieren. Wir fertigen eine Bestellliste an und nach Ankunft der ersten Teile können wir mit der Fertigung beginnen. Rohteile aller Materialien bereiten wir zusammen mit einem Konstruktionsentwurf des jeweiligen Teils vor und übergeben dann beides an unsere Sponsoren. Dort werden sie dann innerhalb weniger Werktage für uns bearbeitet und gefertigt.. Diese Phase ist zeitlich sehr anspruchsvoll. Mehrere der größeren Teile können nur kurzfristig die Kapazitäten der Sponsoren auslasten. Einige unserer Komponenten können zudem erst gefertigt werden, wenn wir die Teile aus unserem vorhandenen Lagerbestand montiert haben. Erst dann haben wir wieder Platz für neue Teile. Das hypothetische Arbeitsstundenkonto des Teams schnellt gegen Anfang bis Mitte Mai in die Höhe, wenn 20-30 Studierende gleichzeitig in der Werkstatt an ihren Teilen arbeiten.

    Scuderia-Mensa_Sponsoring_Rennwagen_Herth+Buss_02

    Der Übergang vom Frühling in den Sommer läutet die Endphase der Fertigung ein und Mitte Juni sollte der Rennwagen dann stehen. Jetzt heißt es Anpassen und Testen, wenn Fahrer und unsere Ingenieure sich zusammen an die Abstimmung des Wagens begeben und erste Rundenzeiten aufstellen.
    Hier werden die Höhenlage des Wagens auf der Straße, die aerodynamischen Komponenten und die elektrische Ansteuerung des Wagens exakt auf die Bedürfnisse der Fahrer abgestimmt.

    „Roll-Out“

    Pressevertreter, Sponsoren, Professoren und Familienmitglieder, sowie unsere Freunde und andere geladene Gäste (z.B. der öffentlichen Verwaltung) werden im Juli mit unserem Rennwagen konfrontiert. Sie können nach einer Showeinlage mit anschließender Präsentation unsererseits, Fragen an unsere Teammitglieder richten und das Auto persönlich und hautnah erleben.

      Auch dieses Jahr konnten wir uns wieder auf viele Besucher aus den Fachbereichen und der Industrie freuen, als es wieder hieß: „Die Scuderia Mensa lädt zum RollOut“.

      Dürfen wir vorstellen: Symphony betritt die Weltbühne! –hier gehts zum Video!
      Vielleicht entdeckt ihr ja das Herth+Buss Logo!

      Andre Martin für Herth+Buss

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      18. Juli 2017 | Technologie + Produkte

      Vom Konzept bis hin zum fertigen Rennwagen dauert es circa neun Monate.
      Doch wie läuft diese Phase der Konstruktion & Fertigung ab?

      Es ist der 1. Juli 2017 und wir – Scuderia Mensa HS RheinMain Racing e.V. – präsentieren unseren neuen Rennwagen der Öffentlichkeit. Neun Monate Leistungswille, Motivation und auch Zuversicht, sowie hunderte von Arbeitsstunden in den Werkstätten und den Fertigungsanlagen unserer Sponsoren. All das brachte am Ende einen wettbewerbsfähigen, kraftstarken Rennwagen hervor.
      So, oder so ähnlich sollte eine Saison als antretendes Team zumindest ablaufen, um erfolgreich an den ersten Formula Student Events im Juni teilnehmen zu können. Doch wie genau sieht so ein strukturierter Bauplan aus und welche Hindernisse stellen sich den teilnehmenden Studierenden der Hochschule RheinMain während dieser semesterübergreifenden Entscheidungsphase?

      „Kick-Off“

      So heißt es gegen Ende Oktober in den wöchentlichen Teammeetings der Scuderia Mensa. Nach der Begrüßung der Erstsemesterstudierenden Anfang Oktober, werden nun die Ziele und Arbeitspakete von der Teamführung der letzten Saison vorgestellt. Diese arbeiten wir zusammen mit dem ganzen Team aus und beurteilen sie konstruktiv. Die Implementierung eines roten Fadens ist einer der Grundbausteine des ganzen Projekts. Dieser schafft dem Team mit einem etablierten Zeitplan ein klares, jederzeit abrufbares Ziel. Ist dieser Rahmen gegeben, werden alle Teammitglieder einer Abteilung bzw. einem Teilprojekt innerhalb des Formula Student Auftrags zugeordnet. Hier gilt es vor allem vorhandenes Fachwissen gleichmäßig im Team zu verteilen und ggf. Stärken und Schwächen der einzelnen Studierenden auszugleichen. Mit Festlegung der Teamstruktur und der jeweiligen Arbeitspakete und Ideen für die verschiedenen Abteilungen innerhalb des Teams, kann es dann gegen Mitte November in die Konstruktionsphase gehen.

      Die Computer in den Hochschulbüros unseres Teams laufen auf Hochtouren, wenn es darum geht, aus einem Entwurf ein fertiges CAD-Teil anzufertigen. In der Materie schließen sich erfahrene Studierende mit neuen, motivierten Studierenden zusammen. So erschaffen wir bis Ende Januar alle relevanten Teile des neuen Rennwagens in voller 3-dimensionaler Ausführung. Mit dem abschließenden Digital-Mockup erblickt der Bolide dann, wenn auch zunächst nur als Computermodell, das Licht der Welt.

        Montieren, statt konstruieren

        3000 bis 5000 konstruierte (nicht genormte, aber auch gekaufte) Teile müssen wir nun noch einmal technisch beurteilen und ggf. überarbeiten. Nach den Semesterklausuren im Februar heißt es dann: montieren, statt konstruieren. Wir fertigen eine Bestellliste an und nach Ankunft der ersten Teile können wir mit der Fertigung beginnen. Rohteile aller Materialien bereiten wir zusammen mit einem Konstruktionsentwurf des jeweiligen Teils vor und übergeben dann beides an unsere Sponsoren. Dort werden sie dann innerhalb weniger Werktage für uns bearbeitet und gefertigt.. Diese Phase ist zeitlich sehr anspruchsvoll. Mehrere der größeren Teile können nur kurzfristig die Kapazitäten der Sponsoren auslasten. Einige unserer Komponenten können zudem erst gefertigt werden, wenn wir die Teile aus unserem vorhandenen Lagerbestand montiert haben. Erst dann haben wir wieder Platz für neue Teile. Das hypothetische Arbeitsstundenkonto des Teams schnellt gegen Anfang bis Mitte Mai in die Höhe, wenn 20-30 Studierende gleichzeitig in der Werkstatt an ihren Teilen arbeiten.

        Scuderia-Mensa_Sponsoring_Rennwagen_Herth+Buss_02

        Der Übergang vom Frühling in den Sommer läutet die Endphase der Fertigung ein und Mitte Juni sollte der Rennwagen dann stehen. Jetzt heißt es Anpassen und Testen, wenn Fahrer und unsere Ingenieure sich zusammen an die Abstimmung des Wagens begeben und erste Rundenzeiten aufstellen.
        Hier werden die Höhenlage des Wagens auf der Straße, die aerodynamischen Komponenten und die elektrische Ansteuerung des Wagens exakt auf die Bedürfnisse der Fahrer abgestimmt.

        „Roll-Out“

        Pressevertreter, Sponsoren, Professoren und Familienmitglieder, sowie unsere Freunde und andere geladene Gäste (z.B. der öffentlichen Verwaltung) werden im Juli mit unserem Rennwagen konfrontiert. Sie können nach einer Showeinlage mit anschließender Präsentation unsererseits, Fragen an unsere Teammitglieder richten und das Auto persönlich und hautnah erleben.

          Auch dieses Jahr konnten wir uns wieder auf viele Besucher aus den Fachbereichen und der Industrie freuen, als es wieder hieß: „Die Scuderia Mensa lädt zum RollOut“.

          Dürfen wir vorstellen: Symphony betritt die Weltbühne! –hier gehts zum Video!
          Vielleicht entdeckt ihr ja das Herth+Buss Logo!

          Andre Martin für Herth+Buss

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