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Aquaplaning – So verhaltet ihr euch richtig

07. Nov 2018 | Branche + Mehr

Jeder Autofahrer kennt dieses ungute Gefühl, wenn das Auto bei strömendem Regen plötzlich aufschwimmt – und man nur noch Passagier ist. Das Phänomen, das als Aquaplaning bezeichnet wird, ist ein echtes Schreckgespenst. Vor allem für weniger routinierte Autofahrer. Doch was ist Aquaplaning und was kann man machen, wenn Aquaplaning auftritt?

Was ist Aquaplaning?

Ganz allgemein betrachtet bezeichnet der Begriff Aquaplaning das Aufschwimmen eines oder mehrerer Reifen auf nasser Fahrbahn. Aquaplaning entsteht, wenn der Reifen das Wasser nicht mehr verdrängen kann. Dann schiebt sich das Wasser wie ein Keil unter die Reifenaufstandsfläche. Vor dem Reifen bildet sich quasi eine Bugwelle aus Wasser, das nicht schnell genug abfließen kann. Dadurch kommt es zum Verlust der Haftung

Die Gefahr dabei: Im Moment des Aufschwimmens der Reifen können keine Führungs- und Bremskräfte auf die Fahrbahn übertragen werden. Wenn keine Führungskräfte übertragen werden können, können auch keine Lenkkräfte übertragen werden. Das Fahrzeug ist im Moment des Aquaplanings nicht mehr steuerbar.

Wie kommt es zum Aquaplaning?

Oft wird Aquaplaning als ein plötzlich auftretender Zustand empfunden, den man manchmal auch vorhersehen kann, etwa dann, wenn man auf der Autobahn oder auf der Straße auf eine Pfütze zufährt. Tatsächlich kommt es jedoch schleichend zum Aquaplaning: Die Aufstandsfläche reduziert sich von 100 Prozent Grip nach und nach auf null Prozent; der Reifen schwimmt auf.

Vor allem zwei Faktoren beeinflussen das Aquaplaning und erzeugen ein Aufschwimmen der Reifen: Zum einen die Höhe des stehenden Wassers auf der Fahrbahn und zum anderen die Fahrzeuggeschwindigkeit. Auch die Fahrbahnbeschaffenheit beeinflusst den Aquaplaning-Prozess.

Darüber hinaus ist auch das Profil entscheidend bei der Ableitung des Wassers von der Reifenaufstandsfläche. Studien des ADAC haben gezeigt, dass bei Profiltiefen von ca. 3 mm und weniger selbst auf lediglich feuchten Straßen besonders beim Bremsen im Geschwindigkeitsbereich von 100 km/h Aquaplaning entstehen kann.

Was sollten Autofahrer also bei nasser Fahrbahn tun?

Der ADAC empfiehlt, bei entsprechenden Witterungs- und Straßenverhältnissen eine frühzeitige und konsequente Reduzierung der Geschwindigkeit, um nicht mehr kontrollierbare Fahrzustände zu vermeiden.

Der AVD empfiehlt bei auftretendem Aquaplaning zwei Punkte zu beherzigen:
  • Bremsen vermeiden: Fuß vom Gas, Auskuppeln
  • starkes Gegenlenken vermeiden: warten, bis das Fahrzeug wieder Bodenkontakt hat

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Herth+Buss Gastautor

Die Stimmen aus dem Off – auch wir als Gastautoren sorgen auf dem Herth+Buss Unternehmensblog für interessante Beiträge! Aus unserer Feder stammen Texte, die das Gesch ...

Aquaplaning – So verhaltet ihr euch richtig

7. November 2018

Jeder Autofahrer kennt dieses ungute Gefühl, wenn das Auto bei strömendem Regen plötzlich aufschwimmt – und man nur noch Passagier ist. Das Phänomen, das als Aquaplaning bezeichnet wird, ist ein echtes Schreckgespenst. Vor allem für weniger routinierte Autofahrer. Doch was ist Aquaplaning und was kann man machen, wenn Aquaplaning auftritt?

Was ist Aquaplaning?

Ganz allgemein betrachtet bezeichnet der Begriff Aquaplaning das Aufschwimmen eines oder mehrerer Reifen auf nasser Fahrbahn. Aquaplaning entsteht, wenn der Reifen das Wasser nicht mehr verdrängen kann. Dann schiebt sich das Wasser wie ein Keil unter die Reifenaufstandsfläche. Vor dem Reifen bildet sich quasi eine Bugwelle aus Wasser, das nicht schnell genug abfließen kann. Dadurch kommt es zum Verlust der Haftung

Die Gefahr dabei: Im Moment des Aufschwimmens der Reifen können keine Führungs- und Bremskräfte auf die Fahrbahn übertragen werden. Wenn keine Führungskräfte übertragen werden können, können auch keine Lenkkräfte übertragen werden. Das Fahrzeug ist im Moment des Aquaplanings nicht mehr steuerbar.

Wie kommt es zum Aquaplaning?

Oft wird Aquaplaning als ein plötzlich auftretender Zustand empfunden, den man manchmal auch vorhersehen kann, etwa dann, wenn man auf der Autobahn oder auf der Straße auf eine Pfütze zufährt. Tatsächlich kommt es jedoch schleichend zum Aquaplaning: Die Aufstandsfläche reduziert sich von 100 Prozent Grip nach und nach auf null Prozent; der Reifen schwimmt auf.

Vor allem zwei Faktoren beeinflussen das Aquaplaning und erzeugen ein Aufschwimmen der Reifen: Zum einen die Höhe des stehenden Wassers auf der Fahrbahn und zum anderen die Fahrzeuggeschwindigkeit. Auch die Fahrbahnbeschaffenheit beeinflusst den Aquaplaning-Prozess.

Darüber hinaus ist auch das Profil entscheidend bei der Ableitung des Wassers von der Reifenaufstandsfläche. Studien des ADAC haben gezeigt, dass bei Profiltiefen von ca. 3 mm und weniger selbst auf lediglich feuchten Straßen besonders beim Bremsen im Geschwindigkeitsbereich von 100 km/h Aquaplaning entstehen kann.

Was sollten Autofahrer also bei nasser Fahrbahn tun?

Der ADAC empfiehlt, bei entsprechenden Witterungs- und Straßenverhältnissen eine frühzeitige und konsequente Reduzierung der Geschwindigkeit, um nicht mehr kontrollierbare Fahrzustände zu vermeiden.

Der AVD empfiehlt bei auftretendem Aquaplaning zwei Punkte zu beherzigen:
  • Bremsen vermeiden: Fuß vom Gas, Auskuppeln
  • starkes Gegenlenken vermeiden: warten, bis das Fahrzeug wieder Bodenkontakt hat

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