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Frauen in der Werkstatt #girlpower

8. März 2018 | Branche + Mehr

Wir leben im Jahr 2018 und trotzdem braucht man in manchen Branchen immer noch eine Lupe, um unter all den Männern eine Frau zu finden. Zu den von Männern dominierten Tätigkeitsfeldern gehören zum Beispiel der Fahrzeugbau oder die Kfz-Mechatronik. Doch manche Frauen haben gerade für diese Berufe eine Leidenschaft gefunden und kein Problem damit, die einzigen Frauen unter vielen Männern zu sein. Eine von ihnen ist Luisa Thomas. Sie ist Auszubildende der Firma Urban im Bereich Fahrzeugbau. Ich kenne Luisa persönlich und habe sie in einem Interview für euch ausgefragt.

Wieso hast du dich für genau diesen Beruf entschieden? Hattest du schon früh Berührung mit technischen Berufen (Familie)?

Da mein Vater gelernter Schlosser ist, hat er mich schon damals immer mit in die Werkstatt genommen. Ich war gerade mal fünf Jahre alt und habe ihm immer das Werkzeug gereicht. Mein Vater hat mich also schon frühzeitig an technische Arbeiten herangeführt. Ich denke, dass ich daher die Werkstatt kennen und lieben gelernt habe. Heute bin ich froh einen Beruf gefunden zu haben, der abwechslungsreich ist und mir Spaß macht.

Die einzige Frau unter so vielen Männern zu sein ist natürlich etwas Besonderes.
Siehst du das eher als Vor- oder Nachteil?

Ehrlich gesagt, kann ich für mich keine Nachteile feststellen. Manchmal wird mir das schwere Tragen abgenommen, aber ansonsten merke ich keinen Unterschied.

Wie setzt du dich gegen die Männer durch?

Im Grunde genommen muss ich mich gar nicht wirklich durchsetzen. Ich bleibe immer konzentriert bei der Arbeit und höre meinen männlichen Kollegen aufmerksam zu. Mit meiner Neugierde und dem Willen, Neues zu lernen, wird die Arbeit mit den männlichen Kollegen zum echten Spaß. Manchmal kommt es auch zu netten Sticheleien, die für mich völlig normal sind und die jeder Azubi, egal ob männlich oder weiblich, einmal zu spüren bekommt.

Mit welchen Vorurteilen hast du zu kämpfen?

Meine Großeltern hatten anfangs etwas Bedenken bei meiner Berufswahl. Sie hätten sich eher einen klassischen Beruf als Kindergärtnerin oder Floristin für mich gewünscht. Mittlerweile können sie meine Vorliebe zu Autos verstehen und unterstützen mich in jeder Hinsicht. Kein Vorurteil, aber eine Sache, die mir meistens nicht zugetraut wird, sind Aufgaben, die schwere körperliche Arbeiten mit sich bringen.

Eine Frau die anpacken kann – das wird in der Männerdomäne geschätzt!

Was war dein bisher lustigster Werkstatt-Moment?

Im letzten Winter kamen wir morgens in die Werkstatt und es hatte frisch geschneit. Auf allen Autos lag richtig viel Schnee. Das haben wir natürlich alle ausgenutzt, um eine schöne Schneeballschlacht zu machen, die sogar in der Fahrzeughalle weiterging. Wir haben uns gegenseitig eingeseift und mit Schnee beworfen. Das war ein gelungener Start in den Arbeitstag!

Wie soll es nach deiner Ausbildung für dich weitergehen? Meisterschule, Werkstattleitung, Weltherrschaft?

Ich bin gerade im zweiten Lehrjahr von insgesamt dreieinhalb Jahren. Wenn ich die Ausbildung beendet habe, würde ich gerne hier im Unternehmen bleiben, da die Aufgaben sehr abwechslungsreich sind. Der Betrieb wird in nächster Zeit auch vergrößert, somit wird Personal benötigt. Da könnte ich dann gut unterstützen. Privat mache ich gerade meinen Autoführerschein.

Welche Tipps kannst du angehenden Mechanikerinnen, Elektrikerinnen und Fahrzeugbauerinnen geben, die ihnen den Berufseinstieg erleichtern?

Man sollte auf jeden Fall keine Angst vor den männlichen Kollegen haben. Sie helfen einem immer, wenn es eine Frage gibt. Vorlaute Kommentare ignoriert man am besten oder man ist taff genug, um gut zu kontern. Dann sind sie erst mal sprachlos. Auf jeden Fall sollte man alles nicht so ernst nehmen, dann kann es richtig Spaß machen.

Auch bei Herth+Buss dürfen jedes Jahr  interessierte Mädels in typische “Männerberufe” hinein schnuppern, schaut mal rein!

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Frauen in der Werkstatt #girlpower

8. März 2018 | Branche + Mehr

Wir leben im Jahr 2018 und trotzdem braucht man in manchen Branchen immer noch eine Lupe, um unter all den Männern eine Frau zu finden. Zu den von Männern dominierten Tätigkeitsfeldern gehören zum Beispiel der Fahrzeugbau oder die Kfz-Mechatronik. Doch manche Frauen haben gerade für diese Berufe eine Leidenschaft gefunden und kein Problem damit, die einzigen Frauen unter vielen Männern zu sein. Eine von ihnen ist Luisa Thomas. Sie ist Auszubildende der Firma Urban im Bereich Fahrzeugbau. Ich kenne Luisa persönlich und habe sie in einem Interview für euch ausgefragt.

Wieso hast du dich für genau diesen Beruf entschieden? Hattest du schon früh Berührung mit technischen Berufen (Familie)?

Da mein Vater gelernter Schlosser ist, hat er mich schon damals immer mit in die Werkstatt genommen. Ich war gerade mal fünf Jahre alt und habe ihm immer das Werkzeug gereicht. Mein Vater hat mich also schon frühzeitig an technische Arbeiten herangeführt. Ich denke, dass ich daher die Werkstatt kennen und lieben gelernt habe. Heute bin ich froh einen Beruf gefunden zu haben, der abwechslungsreich ist und mir Spaß macht.

Die einzige Frau unter so vielen Männern zu sein ist natürlich etwas Besonderes.
Siehst du das eher als Vor- oder Nachteil?

Ehrlich gesagt, kann ich für mich keine Nachteile feststellen. Manchmal wird mir das schwere Tragen abgenommen, aber ansonsten merke ich keinen Unterschied.

Wie setzt du dich gegen die Männer durch?

Im Grunde genommen muss ich mich gar nicht wirklich durchsetzen. Ich bleibe immer konzentriert bei der Arbeit und höre meinen männlichen Kollegen aufmerksam zu. Mit meiner Neugierde und dem Willen, Neues zu lernen, wird die Arbeit mit den männlichen Kollegen zum echten Spaß. Manchmal kommt es auch zu netten Sticheleien, die für mich völlig normal sind und die jeder Azubi, egal ob männlich oder weiblich, einmal zu spüren bekommt.

Mit welchen Vorurteilen hast du zu kämpfen?

Meine Großeltern hatten anfangs etwas Bedenken bei meiner Berufswahl. Sie hätten sich eher einen klassischen Beruf als Kindergärtnerin oder Floristin für mich gewünscht. Mittlerweile können sie meine Vorliebe zu Autos verstehen und unterstützen mich in jeder Hinsicht. Kein Vorurteil, aber eine Sache, die mir meistens nicht zugetraut wird, sind Aufgaben, die schwere körperliche Arbeiten mit sich bringen.

Eine Frau die anpacken kann – das wird in der Männerdomäne geschätzt!

Was war dein bisher lustigster Werkstatt-Moment?

Im letzten Winter kamen wir morgens in die Werkstatt und es hatte frisch geschneit. Auf allen Autos lag richtig viel Schnee. Das haben wir natürlich alle ausgenutzt, um eine schöne Schneeballschlacht zu machen, die sogar in der Fahrzeughalle weiterging. Wir haben uns gegenseitig eingeseift und mit Schnee beworfen. Das war ein gelungener Start in den Arbeitstag!

Wie soll es nach deiner Ausbildung für dich weitergehen? Meisterschule, Werkstattleitung, Weltherrschaft?

Ich bin gerade im zweiten Lehrjahr von insgesamt dreieinhalb Jahren. Wenn ich die Ausbildung beendet habe, würde ich gerne hier im Unternehmen bleiben, da die Aufgaben sehr abwechslungsreich sind. Der Betrieb wird in nächster Zeit auch vergrößert, somit wird Personal benötigt. Da könnte ich dann gut unterstützen. Privat mache ich gerade meinen Autoführerschein.

Welche Tipps kannst du angehenden Mechanikerinnen, Elektrikerinnen und Fahrzeugbauerinnen geben, die ihnen den Berufseinstieg erleichtern?

Man sollte auf jeden Fall keine Angst vor den männlichen Kollegen haben. Sie helfen einem immer, wenn es eine Frage gibt. Vorlaute Kommentare ignoriert man am besten oder man ist taff genug, um gut zu kontern. Dann sind sie erst mal sprachlos. Auf jeden Fall sollte man alles nicht so ernst nehmen, dann kann es richtig Spaß machen.

Auch bei Herth+Buss dürfen jedes Jahr  interessierte Mädels in typische “Männerberufe” hinein schnuppern, schaut mal rein!

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Jens Heun

Hallo, „ich bin der Jens von Herth+Buss“. Ich habe vor 15 Jahren bei Herth+Buss im Produktmanagement begonnen. Dort war ich verantwortlich für die Produktgruppen Ins ...

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