Unsere Highlights von der IAA 2019

27. Sep 2019 | Branche + Mehr

Die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) hat es in diesem Jahr nicht leicht. Erst kündigten zahlreiche Automobilhersteller an, sich die größte deutsche Auto-Messe 2019 zu knicken. Und dann kam es im Umfeld der Messe zu heftiger Kritik von Klimaschützern, die der Autoindustrie vorwerfen, den Wandel zu emissionsfreier Mobilität nicht entschlossen genug voranzutreiben.

Die IAA hat also schon einmal angenehmere Zeiten erlebt. Aber wenn wir den ganzen Ärger beiseite wischen, bleibt die Internationale Automobil-Ausstellung in der Main-Metropole immer noch eines: Eine Messe voller spannender Auto-Neuheiten und Innovationen. Wir haben uns für euch auf der IAA umgesehen und diese Highlights mitgebracht!

Mercedes-Benz „Vision EQS“

Was wäre eine IAA ohne Show Cars? Und der Mercedes-Benz „Vision EQS“ ist das wohl spektakulärste Show Car auf der IAA in diesem Jahr. Der Vision EQS ist ein luxuriöses Concept Car, dessen Elektromotoren über 350 kW (485 PS) leisten. Mercedes verspricht eine Reichweite von bis zu 700 Kilometern nach WLTP. Und weil der „Vision EQS“ ein Blick in die Zukunft ist, kann er natürlich auch autonom, bzw. hochautomatisiert fahren.

Porsche Taycan

Ähnlich futuristisch kommt der neue Porsche Taycan rüber: Ein viertüriger Elektro-Sportwagen mit bis zu 560 kW (761 PS) Leistung in der Topversion. Bemerkenswert: Der Taycan ist das erste Serienfahrzeug, das mit 800 Volt Systemspannung arbeitet. Und anders als der Mercedes-Benz „Vision EQS“ ist der Porsche-Stromer bereits serienreif und kann schon bestellt werden – zu Preisen ab rund 152.000 Euro.

VW ID 3

Nicht ganz so teuer wie der Porsche Taycan ist der brandneue VW ID.3. Das erste vollelektrische Serienmodell der ID-Familie von Volkswagen startet bei etwas unter 30.000 und soll ab Mitte 2020 ausgeliefert werden. Für die Wolfsburger soll der ID.3 nicht weniger als den „Durchbruch für das Elektroauto“ einleiten.

Honda E

Honda stellt auf der IAA seinen Honda E vor. Im Vergleich zum Concept Car „Urban EV“ hat der Honda E zwar etwas von seinem Retro-Design im Stile des VW Golf I GTI verloren, bleibt optisch aber immer noch ein charismatischer Vertreter der E-Auto-Zunft. Die Reichweite des Honda E soll bei 220 Kilometern liegen, der Preis bei mindestens 33.850 Euro.

Lamborghini Sián FKP 37

Viel Elektro bislang, oder? Und selbst bei Lamborghini kommt man um das Thema nicht mehr herum. Der neue Lamborghini Sián FKP 37 auf Basis des Aventador ist ein extrem aggressiv, extrem dynamisch designtes Supercar mit Hybridsystem. Die Optik passt zur Leistung, die Lamborghini mit gewaltigen 819 PS angibt. Dabei wird ein V12-Motor mit einem E-Motor gekoppelt. Der Elektromotor leistet immerhin 34 PS – und damit ganze 4 Prozent der Systemleistung…

BMW Concept 4

Mit dem BMW Concept 4 zeigt BMW einen konkreten Ausblick auf die kommende 4er-Baureihe. Absoluter Blickfang des Concept Cars ist die vertikal orientierte Doppelniere, die vermutlich nicht jedermanns Sache sein dürfte. Doch insgesamt sind die Proportionen mit kurzen Überständen, einer superlangen Motorhaube und einem tollen Coupé-Heck überaus gelungen.

Luftloser Reifen von Michelin

Und auch abseits der Autohersteller-Stände bietet die IAA 2019 spannende Innovationen. Wie wäre es mit dem luftlosen Reifen von Michelin, der in wenigen Jahren tatsächlich auf den Markt kommen soll.

Continental V2X-Kommunikation

Continental zeigte an seinem Stand mit einem „Augmented Reality“-Modell, wie „V2X“-Kommunikation, also die Kommunikation verschiedener Verkehrsteilnehmer untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur, funktionieren kann. Vernetzte Kreuzungen, Ampeln, die mit Autos kommunizieren können oder Rettungswagen, die ihr Kommen schon ankündigen, wenn noch kein Sichtkontakt da ist? Alles schon heute möglich – und unter anderem im Rahmen von Pilotprojekten schon längst im Einsatz.

Rundum-Inspektion im Drive-in-Scanner

Das israelische Start-Up „UVEye“ hat ein System entwickelt, mit dem Werkstätten Autos automatisch scannen und Schäden finden können. Zusammen mit dem Unterboden-Scanner Helios und dem 360-Grad-Scanner Atlas für die Oberseite des Autos macht UVEye die automatische Rundum-Inspektion von Fahrzeugen in wenigen Sekunden im Drive-in-Verfahren möglich.